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hrichtenagentur ANSA berichtete unterdessen, dass ein Polizeiauto von vermummten Demonstranten angegriffen worden sei. Pozzuoli liegt in der Nähe der Mülldeponie in Neapels Vorort Pianura. Die Deponie war vor elf Jahren wegen Gesundheitsgefahren geschlossen worden, wurde aber inzwischen wieder in Betrieb genommen. Die Bewohner des Viertels wehren sich gegen die Anlage, da sie Schäden für ih
ozzuoli liegt in der Nähe der Mülldeponie in Neapels Vorort Pianura. Die
Deponie war vor elf Jahren wegen Gesundheitsgefahren geschlossen worden, wurde aSüddeutsche Zeitung
ufgefunden.Solche Verbrechen werden selten aufgeklärt. Denn auch die Polizei hat vermutlich ihre Hand im Spiel. Sergeant Wilfredo Bea, 54, der Chef des Polizeireviers, ist zugleich Pächter der Deponie . An der Zahlstation bei der Halde läßt er von jedem Lkw, der in städtischem Auftrag heranrollt, zwischen 30 und 50 Pesos kassieren. Private Müllwagen ohne kommunale Lizenz kosten bis zu 300 Pe
Wilfredo Bea, 54, der Chef des Polizeireviers, ist zugleich Pächter der
Deponie. An der Zahlstation bei der Halde läßt er von jedem Lkw, der in städtiscDer Spiegel
Kampanien einrücken, müssen mit erbittertem Widerstand auf den Straßen rechnen: Mütter mit Kleinkindern, die verbissen ihre Müllberge verteidigen; Priester, die auf dem geplanten Standort der Deponie Messen lesen; vermummte Ragazzi, die jedes Fahrzeug von Polizei, Ambulanz oder Heer mit einem Steinhagel begrüßen. Der italienische Staat verschluckt sich Genau hier wird die im Ausland bewä
ihre Müllberge verteidigen; Priester, die auf dem geplanten Standort der
Deponie Messen lesen; vermummte Ragazzi, die jedes Fahrzeug von Polizei, AmbulanFrankfurter Allgemeine Zeitung
Mülldeponien demonstriert, die wieder eröffnet werden sollen.Dabei kam es bereits in den vergangenen Tagen zu gewalttätigen Ausschreitungen. Polizisten bewachten deshalb den Eingang zu dieser Deponie .Aus Protest haben Demonstranten in der Nacht zum Freitag vier Busse angezündet. Die Feuerwehr musste bis zu 40 Mal ausrücken, um von verärgerten Bürgern angezündete Müllhaufen zu löschen.In de
igen Ausschreitungen. Polizisten bewachten deshalb den Eingang zu dieser
Deponie.Aus Protest haben Demonstranten in der Nacht zum Freitag vier Busse angeSüddeutsche Zeitung
ster, nachdem Deponiegegner die Zufahrten zu seiner Gemeinde tagelang mit Zementblöcken, Baufahrzeugen und Stämmen blockiert hatten.Der Staat ist vergangene Woche in den Gemeinden rings um die Deponie Pianura genauso unsichtbar gewesen wie in manchen Amtsstuben. Bis Mittwoch war das Gebiet, ein erloschener Vulkankrater, in der Hand der Aufständischen. Es gab Checkpoints und brennende Reifen
iert hatten.Der Staat ist vergangene Woche in den Gemeinden rings um die
Deponie Pianura genauso unsichtbar gewesen wie in manchen Amtsstuben. Bis MittwoDer Spiegel
in der Hand der Aufständischen. Es gab Checkpoints und brennende Reifenhaufen, und jeder Anwohner hatte es mit vermummten, mit Stöcken bewaffneten Jungmännern zu tun.Nach gut 40 Jahren war die Deponie 1996 geschlossen worden. Ein Golfplatz würde hier entstehen, war versprochen worden. Dass statt der Caddies nun wieder die Mülllaster rollen sollen, hat zum Politikvertrauen der Leute wenig be
n, mit Stöcken bewaffneten Jungmännern zu tun.Nach gut 40 Jahren war die
Deponie 1996 geschlossen worden. Ein Golfplatz würde hier entstehen, war versproDer Spiegel
n. Vielleicht. Gewiss ist, dass es in den Vorstädten genug junge Männer gibt, die jede Gelegenheit nutzen, es dem Staat heimzuzahlen, ob im Fußballstadion, mit der Steuererklärung oder vor der Deponie . "Die Camorra sind nicht wir / Unsere Geschwüre, das seid ihr!", steht auf einem Plakat.Währenddessen breitet sich der Müll aus. Tag für Tag um 1100 Tonnen allein in Neapel. Seit die Deponien
heimzuzahlen, ob im Fußballstadion, mit der Steuererklärung oder vor der
Deponie. "Die Camorra sind nicht wir / Unsere Geschwüre, das seid ihr!", steht aDer Spiegel
."Ich bin optimistisch", sagt Antonio Valiante, Vizepräsident von Kampanien. Schließlich habe der neue Kommissar mehr Macht als seine Vorgänger, Gelder würden fließen, und auch die Öffnung der Deponie in Pianura sei "nur eine Frage von Stunden". Man dürfe auch nicht alles immer so schwarzmalen. Neapel sei nach wie vor eine herrliche Stadt: "Schauen Sie nur, dieser Blick ...", sagt der Vizep
cht als seine Vorgänger, Gelder würden fließen, und auch die Öffnung der
Deponie in Pianura sei "nur eine Frage von Stunden". Man dürfe auch nicht alles Der Spiegel
immer wieder "Müll-Notstand" Sonderschichten müssen auch Hunderte Polizisten schieben, im Vorort Pianura am westlichen Stadtrand. Seit Tagen protestieren dort Anwohner gegen die Öffnung einer Deponie , die der Stadt für einige Monate Luft verschaffen soll, nachdem die bisher genutzten Müllkippen geschlossen werden mussten, weil sie förmlich überliefen. Während die Bürger des Viertels auf fr
Stadtrand. Seit Tagen protestieren dort Anwohner gegen die Öffnung einer
Deponie, die der Stadt für einige Monate Luft verschaffen soll, nachdem die bishDer Spiegel
mit Steinen und Schraubenmuttern, steckten Autobusse in Brand, griffen gar Rettungswagen an. Der Protest wirkt absurd, denn auch Pianuras Straßen sind übersät mit stinkenden Müllhaufen von der Deponie aber wollen die Menschen nichts wissen. Absurd erscheint auch die Regelmäßigkeit, mit der in Neapel, ja in der ganzen Region Kampanien das Stück "Müllkrise" zur Aufführung kommt. Erst im Mai v
enn auch Pianuras Straßen sind übersät mit stinkenden Müllhaufen von der
Deponie aber wollen die Menschen nichts wissen. Absurd erscheint auch die RegelmDer Spiegel
. Das auch erklärt das Misstrauen der Bürger gegen jedes Müllprojekt. Beispiel Terzigno, vor den Toren Neapels am Hang des Vesuvs. Hier sollte nach der Müllkrise im vergangenen Jahr eine neue Deponie aufmachen. Wütend gingen die Menschen auf die Straße, hielten den Politikern vor, dass auf dem Gebiet der Kleinstadt schon zahlreiche illegale Entsorgungsplätze waren, die entgegen allen polit
des Vesuvs. Hier sollte nach der Müllkrise im vergangenen Jahr eine neue
Deponie aufmachen. Wütend gingen die Menschen auf die Straße, hielten den PolitiDer Spiegel
ung mit den Giftstoffen die Plastikhandschuhe auf.Weiter westlich, in Giugliano, wo die wohl übelste Müllkippe Europas unter anderem mit Giftschlamm und Dioxin gesättigt ist, hausen am Fuß der Deponie 500 Roma in Bretterbuden und Wohnwagen - an einem Ort, wo nach Meinung des zuständigen Regierungskommissars ein "Sarkophag wie in Tschernobyl" zum Schutz der Bevölkerung nötig wäre. Dort soll
nter anderem mit Giftschlamm und Dioxin gesättigt ist, hausen am Fuß der
Deponie 500 Roma in Bretterbuden und Wohnwagen - an einem Ort, wo nach Meinung dDer Spiegel
los als "Salzschlacke" oder "Härter" deklariert -- billig in der Erde vergraben, in 150 000 flott rostenden 200-Liter-Fässern. Und hin und wieder läuft das Gift offenbar schon aus -- so in der Deponie Offheim bei Limburg, wo im Sickerwasser Cyanid-Spuren festzustellen sind. Die Deponie wird von der "West-. deutschen Abfallbeseitigungs GmbH und Co. KG" (Westab) und der "Westdeutschen Deponie
ssern. Und hin und wieder läuft das Gift offenbar schon aus -- so in der
Deponie Offheim bei Limburg, wo im Sickerwasser Cyanid-Spuren festzustellen sindDer Spiegel
0 000 flott rostenden 200-Liter-Fässern. Und hin und wieder läuft das Gift offenbar schon aus -- so in der Deponie Offheim bei Limburg, wo im Sickerwasser Cyanid-Spuren festzustellen sind. Die Deponie wird von der "West-. deutschen Abfallbeseitigungs GmbH und Co. KG" (Westab) und der "Westdeutschen Deponie-Gesellschaft" (WDG) betrieben -- die der Haniel Spedition GmbH und dem Wiesbadener Ka
im bei Limburg, wo im Sickerwasser Cyanid-Spuren festzustellen sind. Die
Deponie wird von der "West-. deutschen Abfallbeseitigungs GmbH und Co. KG" (WestDer Spiegel
Deponie Offheim bei Limburg, wo im Sickerwasser Cyanid-Spuren festzustellen sind. Die Deponie wird von der "West-. deutschen Abfallbeseitigungs GmbH und Co. KG" (Westab) und der "Westdeutschen Deponie -Gesellschaft" (WDG) betrieben -- die der Haniel Spedition GmbH und dem Wiesbadener Kaufmann Erwin Prael zu je 50 Prozent gehören -- und vornehmlich mit Industriemüll der Farbwerke Hoechst gefü
chen Abfallbeseitigungs GmbH und Co. KG" (Westab) und der "Westdeutschen
Deponie-Gesellschaft" (WDG) betrieben -- die der Haniel Spedition GmbH und dem WDer Spiegel
nitrat, Chloride und Karbonate -- allesamt giftige Stoffe, die dort nicht hätten gelagert werden dürfen.Andere Spuren weisen zum Steinhuder Meer. Informierte Beamte in Hannover wissen, daß die Deponie der Firma Börstinghaus und Stenzel in Münchehagen der Lagerort von 80 Fässern mit Cyanid aus Mailand ist: Härtesalzrückstände des Autoproduzenten "Alfa Romeo", die 1972 nach einer Odyssee quer
isen zum Steinhuder Meer. Informierte Beamte in Hannover wissen, daß die
Deponie der Firma Börstinghaus und Stenzel in Münchehagen der Lagerort von 80 FäDer Spiegel
hatte 1968 begonnen, bei einem Müll-Kolloquium im Gasthaus "Zum Rössl" zu Waldhilsbach bei Heidelberg. Gastgeber Ernst Lohrum, einst Reißverschlußfabrikant, klärte zwei Dutzend Spediteure und Deponie -Eigner darüber auf, wie die private Müllbranche im Kartell besser verdienen könne. Zuhörer von der Gewerbeaufsicht sowie den Wasserbehörden nickten beifällig, als sich Lohrum als "Chef einer L
Lohrum, einst Reißverschlußfabrikant, klärte zwei Dutzend Spediteure und
Deponie-Eigner darüber auf, wie die private Müllbranche im Kartell besser verdieDer Spiegel
es Sickerwasser, das im benachbarten Wald verrieselt wurde, entlaubte Hainbuchen, Birken und Eichen."Wenn wir hier Gift finden", drohte damals der Limburger Landrat Heinz Wolf (CDU), "wird der Deponie -Gesellschaft sofort die Konzession entzogen." Der Konzessionär aber, der Camberger Steinbruchbesitzer und sozialdemokratische Kommunalpolitiker Karl-Heinz Engel, beschwichtigte im Kreistag, au
finden", drohte damals der Limburger Landrat Heinz Wolf (CDU), "wird der
Deponie-Gesellschaft sofort die Konzession entzogen." Der Konzessionär aber, derDer Spiegel
lschaft sofort die Konzession entzogen." Der Konzessionär aber, der Camberger Steinbruchbesitzer und sozialdemokratische Kommunalpolitiker Karl-Heinz Engel, beschwichtigte im Kreistag, auf der Deponie würden zwar "Säuren und Gifte frei, die natürlich auch zum Tode führen können", aber das seien "reine Mißstände, die nicht vergleichbar sind mit den Vorfällen in Nordrhein-Westfalen oder in de
Kommunalpolitiker Karl-Heinz Engel, beschwichtigte im Kreistag, auf der
Deponie würden zwar "Säuren und Gifte frei, die natürlich auch zum Tode führen kDer Spiegel
r sind mit den Vorfällen in Nordrhein-Westfalen oder in der Südpfalz". Solch "ein Rowdytum" habe es in Offheim "noch nie gegeben".Freilich, als Grubennachbar Landwirt Johann Sehr unterhalb der Deponie Speisekartoffeln setzen wollte, griff Engel ein: "Um Gottes willen, lassen Sie das." Bauer Sehr heute: "Wenn die Kühe hier fressen sollten, haben sie nur geblasen."Deponiemitbesitzer Engel san
gegeben".Freilich, als Grubennachbar Landwirt Johann Sehr unterhalb der
Deponie Speisekartoffeln setzen wollte, griff Engel ein: "Um Gottes willen, lassDer Spiegel
eltplanung in Basel und trägt das Bundesverdienstkreuz. Engel räumt ein: "Müll ist mein dunkler Punkt in der Vergangenheit."Bei seinem Nachfolger Erwin Prael -- an ihn verkaufte Engel 1970 die Deponie -- ging es nicht weniger finster zu. Kippenwärter Otto Ginolas, der "das mit der Flüssigkeit nicht verantworten" mochte und schließlich bei Prael rausflog, beschreibt das so:wie ich dann abgel
it."Bei seinem Nachfolger Erwin Prael -- an ihn verkaufte Engel 1970 die
Deponie -- ging es nicht weniger finster zu. Kippenwärter Otto Ginolas, der "dasDer Spiegel
ne Ablagerungsgrube im Mainbogen östlich von Frankfurt übernommen hatte.Immer neue Namen, immer neue Tatbestände -- eine Verfilzung sondergleichen tat sich auf. Zeitweiliger Pächter der Eisert- Deponie war der südbadische Wirtschaftsberater Fritz von Dosky aus Achern. Er wiederum war zuvor stiller Gesellschafter in Gebberts Firma "Südpfälzische Gesellschaft für Verbrennung und fachgerechte B
Verfilzung sondergleichen tat sich auf. Zeitweiliger Pächter der Eisert-
Deponie war der südbadische Wirtschaftsberater Fritz von Dosky aus Achern. Er wiDer Spiegel
fmanns Franz Moritz Hindemith mit, wo längst nicht alles -- wie der Industrie versprochen -- verbrannt wurde.Und inzwischen gräbt jeder Müller dem anderen eine Grube: Als Geschäftsführer einer Deponie in Breitscheid, Kreis Mettmann, wird Dosky heute vom ehemaligen Kompagnon Gebbert belastet: "Unter seiner Regie sind Cyanide unerlaubt nach Breitscheid und Sprendlingen gebracht worden.""Irgen
hen gräbt jeder Müller dem anderen eine Grube: Als Geschäftsführer einer
Deponie in Breitscheid, Kreis Mettmann, wird Dosky heute vom ehemaligen KompagnoDer Spiegel
fessor an der Universität. Er gutachtete mal -- als Beamter -- für das Ministerium, mal -- als Privatmann -- für Firmen. Für Hoechst* Bei Freimann (l.), Langenseibold (r.).und Prael tat er die Deponie Sprendlingen auf und holte hessischen Dreck nach Rheinland-Pfalz. "Und in Gerolsheim", behauptet Gutachter-Kollege Lohrum, "werden sich alle, die jetzt dran sind, auf Klotter berufen." Lohrum:
Für Hoechst* Bei Freimann (l.), Langenseibold (r.).und Prael tat er die
Deponie Sprendlingen auf und holte hessischen Dreck nach Rheinland-Pfalz. "Und iDer Spiegel
Und ausgerechnet dafür haben sich die Hessen einen Partner gesucht, gegen den das Landeskriminalamt wegen Vergehen gegen das Wasserhaushaltsgesetz ermittelt: Erwin Prael und seine Westdeutsche Deponie GmbH und Co. KG aus Wiesbaden.Für Branchenkenner Fastenau geht es im Müll-Milieu zu "wie in Schwarzmarktzeiten". Die Entsorgungsfirmen "kennen sich fast alle, hängen zusammen". Und: "Ganz glei
das Wasserhaushaltsgesetz ermittelt: Erwin Prael und seine Westdeutsche
Deponie GmbH und Co. KG aus Wiesbaden.Für Branchenkenner Fastenau geht es im MülDer Spiegel
-Höchstwertes.Westab-Geschäftsführer Prael hatte mit dem Oldenburger Professor einen Beratungsvertrag geschlossen, um für "DM 60,00 je Stunde" eine Untersuchung "über das Wasserproblem" in der Deponie off heim durchzuführen. Als Fastenau wissen wollte, "welche Stoffe die Deponie enthält" und künftig vom Hauptlieferanten Farbwerke Hoechst aufnehmen werde, teilte Prael ihm bald darauf mit, "d
r "DM 60,00 je Stunde" eine Untersuchung "über das Wasserproblem" in der
Deponie off heim durchzuführen. Als Fastenau wissen wollte, "welche Stoffe die DDer Spiegel
einen Beratungsvertrag geschlossen, um für "DM 60,00 je Stunde" eine Untersuchung "über das Wasserproblem" in der Deponie off heim durchzuführen. Als Fastenau wissen wollte, "welche Stoffe die Deponie enthält" und künftig vom Hauptlieferanten Farbwerke Hoechst aufnehmen werde, teilte Prael ihm bald darauf mit, "daß wir Ihre Beratung nicht mehr benötigen". Auf eine Schlußrechnung, die der We
e off heim durchzuführen. Als Fastenau wissen wollte, "welche Stoffe die
Deponie enthält" und künftig vom Hauptlieferanten Farbwerke Hoechst aufnehmen weDer Spiegel
Liter,* Sprendlingen bei Bad Kreuznach, unmittelbar am Ortsrand, 0,512 Milligramm pro Liter.Cyanid in unzulässig hoher Konzentration fand der Oldenburger Professor auch in Bodenproben nahe der Deponie Jockgrim in der Pfalz (0,309), starke Mengen Kohlenwasserstoffe und Benzin in Verbindung mit Cyanid in Landsweiler an der Saar und in Breitscheid bei Düsseldorf."30 000 Tonnen Cyanid seit 1988
onzentration fand der Oldenburger Professor auch in Bodenproben nahe der
Deponie Jockgrim in der Pfalz (0,309), starke Mengen Kohlenwasserstoffe und BenzDer Spiegel
des Sicherheitsingenieurs Lohrum, der jahrelang selbst das Mullgeschäft makelte, "sind seit 1968 irgendwo verschwunden." Und der Camberger Bergbauingenieur Karl-Heinz Engel, der vor Prael die Deponie in Offheim leitete, ist sich sicher: "70 bis 80 Prozent der Cyanide in der Bundesrepublik werden auch heute noch unkontrolliert abgelagert."Haniel-Prokurist Hans Decu aus Mannheim, dessen Firm
" Und der Camberger Bergbauingenieur Karl-Heinz Engel, der vor Prael die
Deponie in Offheim leitete, ist sich sicher: "70 bis 80 Prozent der Cyanide in dDer Spiegel
fheim leitete, ist sich sicher: "70 bis 80 Prozent der Cyanide in der Bundesrepublik werden auch heute noch unkontrolliert abgelagert."Haniel-Prokurist Hans Decu aus Mannheim, dessen Firma den Deponie - und Transportmarkt beherrscht, sieht ein "großes Dunkelfeld". Seine Kalkulation: "In dreieinhalbtausend Betrieben fallen bei der Produktion cyanidhaltige Härtesalzrückstände an, und das meist
rt abgelagert."Haniel-Prokurist Hans Decu aus Mannheim, dessen Firma den
Deponie- und Transportmarkt beherrscht, sieht ein "großes Dunkelfeld". Seine KalDer Spiegel
kulation: "In dreieinhalbtausend Betrieben fallen bei der Produktion cyanidhaltige Härtesalzrückstände an, und das meiste Zeug davon landet noch immer auf Hausmüllplätzen."Trotz unterirdischer Deponie : Noch immer wilde Giftmüllkippen.Und diese Mißstände, die während der sechziger Jahre einrissen, dauern fort. Ein Ende der nationalen Brunnenvergiftung ist nicht abzusehen -- obwohl seit dem H
e Zeug davon landet noch immer auf Hausmüllplätzen."Trotz unterirdischer
Deponie: Noch immer wilde Giftmüllkippen.Und diese Mißstände, die während der seDer Spiegel
d der Präfekt von Neapel, Andrea de Martino, unterzeichneten die Erklärung. Die Anordnung sieht auch vor, dass mit sofortiger Wirkung für drei Tage kein weiterer Müll in die bereits bestehende Deponie in Terzigno gebracht wird, um dort mögliche Folgen für Gesundheit und Umwelt zu untersuchen. Anwohner haben die bereits bestehende Halde blockiert, so dass dort ohnehin seit Tagen kein Müll me
tiger Wirkung für drei Tage kein weiterer Müll in die bereits bestehende
Deponie in Terzigno gebracht wird, um dort mögliche Folgen für Gesundheit und UmDie Welt
digten Maßnahmen solle ein sofortiges Ende der Demonstrationen erreicht werden. In der Nacht zum Sonntag kam es dennoch erneut zu Ausschreitungen. Nach einer Demonstration von mehreren Hundert Deponie -Gegnern am Samstagabend bewarfen in der Nacht ein paar Dutzend Demonstranten die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Der Großraum Neapel leidet seit mehr als zehn Jahren unter einem Mül
erneut zu Ausschreitungen. Nach einer Demonstration von mehreren Hundert
Deponie-Gegnern am Samstagabend bewarfen in der Nacht ein paar Dutzend DemonstraDie Welt
d Sicherheitskräften. Die Bewohner errichteten aus Müll, Metall und Altreifen Barrikaden, um den Zugang zur lange geschlossenen Müllkippe zu blockieren. Sie befürchten eine Wiedereröffnung der Deponie und davon ausgehende Gesundheitsgefahren. Am Montag hatten Soldaten mit Bulldozern im Großraum Neapel zum Teil das Abfallräumen übernommen. Heeres-Pioniere begannen vor Morgengrauen damit, de
ossenen Müllkippe zu blockieren. Sie befürchten eine Wiedereröffnung der
Deponie und davon ausgehende Gesundheitsgefahren. Am Montag hatten Soldaten mitFrankfurter Allgemeine Zeitung
pesten drohen. Profitgier und Mafiageschäfte stürzen die Region ins Chaos. Über Terzigno kreisen laut kreischend die Möwen, denn das Meer ist nicht weit. Doch der bestialische Gestank über der Deponie S.a.r.i. am östlichen Rand des Nationalparks Vesuv lässt keine Romantik aufkommen. Hier türmt sich der Abfall - und die Bewohner der Region haben die Nase voll davon. Seit Wochen protestieren
en, denn das Meer ist nicht weit. Doch der bestialische Gestank über der
Deponie S.a.r.i. am östlichen Rand des Nationalparks Vesuv lässt keine Romantik Der Spiegel
r Regierung, eine weitere Halde im Nationalpark hochzuziehen. Die "Madri vulcaniche", Mütter, die mit ihren Familien an den Hängen des Vesuvs leben, blockierten den Eingang zu der umstrittenen Deponie und skandierten "Wir wollen unsere Kinder schützen" - ohne Erfolg. Am Mittwochabend beschlossen die örtlichen Verantwortlichen der Regierungspartei Volk der Freiheit (PDL) den befürchteten Bau
den Hängen des Vesuvs leben, blockierten den Eingang zu der umstrittenen
Deponie und skandierten "Wir wollen unsere Kinder schützen" - ohne Erfolg. Am MiDer Spiegel
ten "Wir wollen unsere Kinder schützen" - ohne Erfolg. Am Mittwochabend beschlossen die örtlichen Verantwortlichen der Regierungspartei Volk der Freiheit (PDL) den befürchteten Bau der zweiten Deponie . In der Nacht zum Donnerstag versammelten sich daraufhin Hunderte - den Organisatoren zufolge Tausende - Umweltschützer vor der Anlage rund 20 Kilometer südöstlich von Neapel, um ihren Unmut
egierungspartei Volk der Freiheit (PDL) den befürchteten Bau der zweiten
Deponie. In der Nacht zum Donnerstag versammelten sich daraufhin Hunderte - denDer Spiegel
dem den zuletzt eingegangenen Bericht der italienischen Behörden als "unzureichend" und forderte mehr Details darüber, wie die Anlage betrieben wird. "Wir werden niemals akzeptieren, dass die Deponie 'Cava Vitiello' in Betrieb genommen wird", erklärte Gennaro Langella, Bürgermeister der potentiell betroffenen Ortschaft Boscoreale und stellte sich damit hinter die Demonstranten. Erst vor w
ie die Anlage betrieben wird. "Wir werden niemals akzeptieren, dass die
Deponie 'Cava Vitiello' in Betrieb genommen wird", erklärte Gennaro Langella, BüDer Spiegel
ch der Polizeipräsident von Neapel, Santi Giuffrè, zeigte sich besorgt: "Die Situation ist sehr aufgeheizt: Es besteht die Gefahr, dass sich der Protest der Arbeitslosen von Neapel mit dem der Deponie -Gegner vermischt." Vollmundig hatte Berlusconi Ende 2009 die erste große Müllkrise in Neapel für beendet erklärt. Instinktsicher hatte er sich als starker Mann in der Krise profiliert, der dam
ie Gefahr, dass sich der Protest der Arbeitslosen von Neapel mit dem der
Deponie-Gegner vermischt." Vollmundig hatte Berlusconi Ende 2009 die erste großeDer Spiegel
vom Unglücksort verscharrt. In der nahegelegenen Gemeinde Amantea häuften sich in den Folgejahren Krebsfälle, und die Techniker der Region Kalabrien fanden jetzt den wahrscheinlichen Ort der Deponie : Dort wurde stark erhöhte Radioaktivität festgestellt - und eine Erwärmung des Erdreichs um sechs Grad. Jahrelang aber zeigte sich der Staat merkwürdig desinteressiert an dem Giftmüllskandal.
Techniker der Region Kalabrien fanden jetzt den wahrscheinlichen Ort der
Deponie: Dort wurde stark erhöhte Radioaktivität festgestellt - und eine Erwärmutaz
trotzig und blickt hinüber zu dem Bollwerk. Seit 14 Jahren herrscht nun Müllnotstand in Neapel, und eine Lösung des stinkenden Problems ist nicht in Sicht – im Gegenteil. Derzeit ist nur eine Deponie bei Salerno geöffnet, weshalb täglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deutsche Müllverbrennungsanlagen gebracht werden. Eine italienische Gemeinde, die den Müll aufnimmt, wird immer noch gesuc
nkenden Problems ist nicht in Sicht – im Gegenteil. Derzeit ist nur eine
Deponie bei Salerno geöffnet, weshalb täglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deDie Welt
äglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deutsche Müllverbrennungsanlagen gebracht werden. Eine italienische Gemeinde, die den Müll aufnimmt, wird immer noch gesucht. Doch wo der Staat auch eine Deponie eröffnen will, das Misstrauen gegen ihn ist schon da: Jahrelang demonstrierten die Bewohner von Accerra gegen eine Müllverbrennungsanlage, sie wurde schließlich zur ewigen Baustelle. Und erst
den Müll aufnimmt, wird immer noch gesucht. Doch wo der Staat auch eine
Deponie eröffnen will, das Misstrauen gegen ihn ist schon da: Jahrelang demonstrDie Welt
o möglich aus. Westdeutsche Verwal tungsgerichte haben in den letzten Wochen auf Antrag Lübecks den Ländern Schleswig-Holstein und Hessen einstweilen untersagt, weiter hin Giftmüll auf die DDR- Deponie Schönberg zu verfrachten: als näch stes muß Hamburg mit Sperre rech nen. * Der Müllexport wird zunehmend schwieriger - zum einen, weil westeu ropäische Nachbarstaaten selber Ab fallprobleme h
lstein und Hessen einstweilen untersagt, weiter hin Giftmüll auf die DDR-
Deponie Schönberg zu verfrachten: als näch stes muß Hamburg mit Sperre rech nen.Der Spiegel
chen mehr. Verhandlungen mit den CDU-Nachbarländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen, den Hanseaten Müllplätze zu überlassen, scheiterten an politischen Querelen. "Wenn uns der Weg auf die Deponie Schönberg versperrt wird", sagt Hamburgs Stadtreinigungschef Berend Krüger, "erstickt Hamburg nach drei Tagen am Müll."Die Stadt läßt im Jahr 195000 Tonnen Sondermüll, 111000 Tonnen Klärschlam
erlassen, scheiterten an politischen Querelen. "Wenn uns der Weg auf die
Deponie Schönberg versperrt wird", sagt Hamburgs Stadtreinigungschef Berend KrügDer Spiegel
ublik mit seinen über 40 MVA die Stäube? Auf Hausmülldeponien, wo denn sonst!"In Hessen habe er einen "furchtbaren Sachzwang" vorgefunden, sagt Fischer, für Industriemüll gebe es "keine eigene Deponie ". So müsse er, "mit all den Fragwürdigkeiten und Risiken" gegen seine "eigene Überzeugung", den gefährlichen Abfall "noch längere Zeit exportieren".Daß er mit den Müllproblemen im eigenen Land
wang" vorgefunden, sagt Fischer, für Industriemüll gebe es "keine eigene
Deponie". So müsse er, "mit all den Fragwürdigkeiten und Risiken" gegen seine "eDer Spiegel
oniebauweise "die sicherste Grube der Welt" (so die "Hessische Industrie-Müll-Gesellschaft"). Dort könnten längst 200000 Tonnen Chemie-Rückstände im Jahr deponiert werden. Fischer will auf die Deponie auch "nicht verzichten", aber seine Parteifreunde blockieren - in lokaler Koalition mit der CDU - das Projekt; sie mißtrauen der Deponietechnik.Im Herbst erwirkten die schwarz-grünen Gegner be
Tonnen Chemie-Rückstände im Jahr deponiert werden. Fischer will auf die
Deponie auch "nicht verzichten", aber seine Parteifreunde blockieren - in lokaleDer Spiegel
vor, spricht von geplanten "Verbrechen" einer "Mafia aus Staat und chemischer Industrie".Auch das unterirdische Giftmüllager im nordhessischen Herfa-Neurode, vom Umweltbundesamt als "sicherste Deponie der Welt" bewertet und von Fischer als "ein Juwel" geschätzt, wird von grünen Parteigängern angegriffen. Der Salzstock ist Endlager für Hochgiftiges sogar aus Übersee. Fischer verdoppelte die
ager im nordhessischen Herfa-Neurode, vom Umweltbundesamt als "sicherste
Deponie der Welt" bewertet und von Fischer als "ein Juwel" geschätzt, wird von gDer Spiegel
Stamm anderthalb Jahre später in einer alten Scheune im pfälzischen Harthausen.Ähnliche Praktiken des südpfälzischen Fuhrunternehmers waren unterdessen auch in Landau publik geworden. Auf der Deponie Kirrweiler-Venningen hatten Chemiker des Landesamtes für Gewässerkunde schon im September 1971 in rostigen Blechfässern mehr als 200 Tonnen cyanidhaltiger Härtesalze entdeckt. Die Mainzer Land
hrunternehmers waren unterdessen auch in Landau publik geworden. Auf der
Deponie Kirrweiler-Venningen hatten Chemiker des Landesamtes für Gewässerkunde sDer Spiegel
lösliches Zeug, Schlamm. Was missbrauchen wir intensiver als Mülldeponie? Die Erde? Oder die Ozeane? Das ist schwer zu beantworten. Die Meere werden jedenfalls seit vielen Jahren als billige Deponie benutzt. Japan und China haben sogar Deponien ins Meer hineingebaut; damit war für diese Länder das Problem gelöst. Ist es folgenschwerer, den Müll ins Meer zu schütten oder ihn auf der Erde
beantworten. Die Meere werden jedenfalls seit vielen Jahren als billige
Deponie benutzt. Japan und China haben sogar Deponien ins Meer hineingebaut; damSüddeutsche Zeitung
Anwohner illegaler Mülldeponie bleiben skeptisch. Die Gefahr scheint gebannt, das Misstrauen nicht. 30 Jahre nach Schließung der illegal mit Giftmüll vollgekippten Deponie sind Schadstoffe keine Bedrohung mehr. Was dort liegt, weiß aber niemand. Fischsterben, missgebildetes Vieh, Krebsfälle und hochgiftiges Dioxin: Lange Zeit galt die Sondermülldeponie Münchehag
n nicht. 30 Jahre nach Schließung der illegal mit Giftmüll vollgekippten
Deponie sind Schadstoffe keine Bedrohung mehr. Was dort liegt, weiß aber niemandDie Welt
en an der niedersächsisch-westfälischen Grenze als beispielloser Umweltskandal. Die weltweit höchste Konzentration des Seveso-Dioxins wurde hier gemessen und bundesweit Schlagzeilen machte die Deponie 1983, weil dort 41 aus Seveso verschwundene Dioxin-Fässer vermutet – aber nicht gefunden wurden. 30 Jahre nach Schließung der illegal mit hochgiftigem Abfall gefüllten Gruben ist die Gefahr fü
eveso-Dioxins wurde hier gemessen und bundesweit Schlagzeilen machte die
Deponie 1983, weil dort 41 aus Seveso verschwundene Dioxin-Fässer vermutet – abeDie Welt
us Sicht der Behörden gebannt. An diesem Freitag sind Anwohner zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Der jüngste Statusbericht zu der nach Abschluss der Sanierung 2001 dauerhaft überwachten Deponie habe sehr gute Ergebnisse geliefert, teilte die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS) in Hannover mit. Auch wenn derzeit beruhigt auf die Altlast geschaut werd
usbericht zu der nach Abschluss der Sanierung 2001 dauerhaft überwachten
Deponie habe sehr gute Ergebnisse geliefert, teilte die Niedersächsische GesellsDie Welt
ert, teilte die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS) in Hannover mit. Auch wenn derzeit beruhigt auf die Altlast geschaut werden könnte, werde der Zustand der Deponie wohl noch weitere Jahrzehnte beobachtet werden müssen, sagt NGS-Experte Henning Schröder. Eine 1,26 Kilometer lange Dichtwand wurde um das Gelände gezogen und die Oberfläche abgedichtet. Gemes
t beruhigt auf die Altlast geschaut werden könnte, werde der Zustand der
Deponie wohl noch weitere Jahrzehnte beobachtet werden müssen, sagt NGS-Experte Die Welt
, nach Zwischenfällen kommt es zu einem Fisch- und Waldsterben, von Lkw verlorener Müll verdreckt die Straßen. Nächtliche Transporte wecken Misstrauen, der Gestank der unzureichend abgedeckten Deponie ist eine Belästigung im weiten Umkreis. Nach dem Wirbel um die Dioxin-Fässer wird eine Erweiterung 1983 nicht mehr genehmigt, eine Klage dagegen scheitert, weil die Anlage seit 1976 ohne recht
e Transporte wecken Misstrauen, der Gestank der unzureichend abgedeckten
Deponie ist eine Belästigung im weiten Umkreis. Nach dem Wirbel um die Dioxin-FäDie Welt
bserkrankungen, Leichen von Mitarbeitern und Anwohnern werden obduziert. Sanierungsarbeiter leiden an Hautausschlag. Ein Bericht einer Sonderkommission des Landeskriminalamtes belegt, dass die Deponie unter katastrophalen Bedingungen betrieben wurde. Die Kontrolle angelieferten Mülls war schlampig, giftiges Wasser wurde in der Weser entsorgt. Auch stellt die Kommission gravierende Fehler de
Bericht einer Sonderkommission des Landeskriminalamtes belegt, dass die
Deponie unter katastrophalen Bedingungen betrieben wurde. Die Kontrolle angeliefDie Welt
m westfälischen Petershagen, sagt Burkhard Stiller, der Stadtwerke-Betriebschef. "Im Moment ist ein bisschen Ruhe eingekehrt, weil die jährlichen Ergebnisse sagen, es geht keine Gefahr von der Deponie aus." Die Sorgen aber könnten wieder aufleben. Dies ist auch einer der Gründe für den Tag der offenen Tür am Freitag. Rechtzeitig, bevor Bagger mit dem Abriss nicht mehr benötigter Anlagenteil
ehrt, weil die jährlichen Ergebnisse sagen, es geht keine Gefahr von der
Deponie aus." Die Sorgen aber könnten wieder aufleben. Dies ist auch einer der GDie Welt
Gründe für den Tag der offenen Tür am Freitag. Rechtzeitig, bevor Bagger mit dem Abriss nicht mehr benötigter Anlagenteile beginnen, sollen Anwohner ins Bild gesetzt werden, was genau auf der Deponie geschieht. Das Misstrauen nämlich, es ist auch nach 30 Jahren noch wach.
ile beginnen, sollen Anwohner ins Bild gesetzt werden, was genau auf der
Deponie geschieht. Das Misstrauen nämlich, es ist auch nach 30 Jahren noch wach.Die Welt
trotzig und blickt hinüber zu dem Bollwerk. Seit 14 Jahren herrscht nun Müllnotstand in Neapel, und eine Lösung des stinkenden Problems ist nicht in Sicht - im Gegenteil. Derzeit ist nur eine Deponie bei Salerno geöffnet, weshalb täglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deutsche Müllverbrennungsanlagen gebracht werden. Eine italienische Gemeinde, die den Müll aufnimmt, wird immer noch gesuc
nkenden Problems ist nicht in Sicht - im Gegenteil. Derzeit ist nur eine
Deponie bei Salerno geöffnet, weshalb täglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deDie Welt
äglich 1000 Tonnen Müll mit dem Zug in deutsche Müllverbrennungsanlagen gebracht werden. Eine italienische Gemeinde, die den Müll aufnimmt, wird immer noch gesucht. Doch wo der Staat auch eine Deponie eröffnen will, das Misstrauen gegen ihn ist schon da: Jahrelang demonstrierten die Bewohner von Accerra gegen eine Müllverbrennungsanlage, sie wurde schließlich zur ewigen Baustelle. Und erst
den Müll aufnimmt, wird immer noch gesucht. Doch wo der Staat auch eine
Deponie eröffnen will, das Misstrauen gegen ihn ist schon da: Jahrelang demonstrDie Welt
GUNG. Der Unrat der Camorra. Abfälle aus Italien beschäftigen die Justiz: Mehr als 100 000 Tonnen Müll sollen illegal nach Ostdeutschland gelangt sein - und retteten eine zu große sächsische Deponie vor der Pleite. Plastiksäcke, prall gefüllt mit Unrat, bedeckten Neapels Piazza del Plebiscito. In den Vorstädten wucherten Müllhaufen wie Geschwüre die Ausfallstraßen entlang, nachts lag der
nach Ostdeutschland gelangt sein - und retteten eine zu große sächsische
Deponie vor der Pleite. Plastiksäcke, prall gefüllt mit Unrat, bedeckten NeapelsDer Spiegel
fürs 21. Jahrhundert.Aber wohl überdimensioniert. Denn die Sachsen machten nicht genügend Dreck. Müll musste her. Aber von wem? Das war das Problem von Konrad Doruch, dem Chef-Akquisiteur der Deponie .Und so fanden Signore Miracle und Herr Doruch zusammen. Fast täglich ließen sie ab April 2007 Güterzüge mit Müll aus Neapel nach Großpösna fahren.Es schien ein guter Deal, für beide Seiten. Do
von wem? Das war das Problem von Konrad Doruch, dem Chef-Akquisiteur der
Deponie.Und so fanden Signore Miracle und Herr Doruch zusammen. Fast täglich lieDer Spiegel
assen. Macher waren jetzt gefragt, Männer wie Konrad Doruch, ein Sachse mit ausgeprägtem Dialekt, der im Müllgeschäft Karriere gemacht hatte: Erst war er für Sicherheit und Brandschutz auf der Deponie zuständig, später wurde er Vertriebschef.Mit Erfolg hatte er allein zwischen 2003 und 2006 mehr als 200 000 Tonnen Müll aus Italien organisiert, allerbeste Ware für Großpösna, Schlacken aus ei
rriere gemacht hatte: Erst war er für Sicherheit und Brandschutz auf der
Deponie zuständig, später wurde er Vertriebschef.Mit Erfolg hatte er allein zwisDer Spiegel
Ware für Großpösna, Schlacken aus einem Aluminiumwerk in Novara zum Beispiel oder asbesthaltiges Dämmmaterial aus Verona. Die Entsorgung des giftigen Sondermülls hatten sächsische Behörden der Deponie ausnahmsweise erlaubt.Nun, als Geld und Müll knapp waren, schickte die WEV Doruch wieder los nach Italien. Doch jetzt beschaffte er nicht mehr Industrieabfälle aus dem Norden, sondern Hausmüll
. Die Entsorgung des giftigen Sondermülls hatten sächsische Behörden der
Deponie ausnahmsweise erlaubt.Nun, als Geld und Müll knapp waren, schickte die WDer Spiegel
ie Politiker als mitverantwortlich an, die wie manche Unternehmer von dieser „Entsorgung“ profitierten, wenn Giftmüll nachts vom Lastwagen abgeladen und einfach angezündet wird. Eine illegale Deponie bei Orta di Atella in Süditalien Alarmiert von den Aussagen „reuiger“ Mafiosi, die Angaben über Umweltverbrechen in der Region machten, haben Experten in einem aufgelassenen Tuffsteinbruch bei
chts vom Lastwagen abgeladen und einfach angezündet wird. Eine illegale
Deponie bei Orta di Atella in Süditalien Alarmiert von den Aussagen „reuiger“ MaFrankfurter Allgemeine Zeitung
stehen mag.Immerhin führte die Bundesrepublik als erstes EG-Land ein rechtlich festgelegtes Verfahren ein, das eine exakte Überwachung des Giftmülls vom Erzeuger über den Transporteur bis zur Deponie erlaubt. Dieser Nachweispflicht dient beispielsweise ein Transport-Begleitschein, der, so richtig gründlich, in sechsfacher Ausfertigung mit allen wesentlichen Angaben des zu entsorgenden Stof
kte Überwachung des Giftmülls vom Erzeuger über den Transporteur bis zur
Deponie erlaubt. Dieser Nachweispflicht dient beispielsweise ein Transport-BegleDer Spiegel
lässt. "Auf der Bordo geht es uns besser. Wir haben, was wir brauchen", sagt er und deutet mit der Hand ans Ende der Müllberge. Schuften für die Müll-"Mafia" Ein staubiger Feldweg am Rande der Deponie , hier haust die Familie in einer der vielen Wellblechhütten, notdürftig gezimmerten Baracken, aus denen der Geruch von faulem Essen und Fäkalien dringt. An Hygiene ist kaum zu denken, schon ga
lberge. Schuften für die Müll-"Mafia" Ein staubiger Feldweg am Rande der
Deponie, hier haust die Familie in einer der vielen Wellblechhütten, notdürftig Die Welt
eil des Erlöses, den Téllez als Händler später selbst mit dem Weiterverkauf erzielt. Doch von Ausbeutung will dieser nichts wissen. Zur Mittagszeit sitzt Téllez in seinem Büro gleich neben der Deponie über einem Teller Tortillas mit Hackfleischfüllung, während die Klimaanlage brummt. "Wer fleißig ist, kann hier gutes Geld verdienen", gibt Téllez mit ebenso bestimmtem wie gönnerhaftem Ton zu
hts wissen. Zur Mittagszeit sitzt Téllez in seinem Büro gleich neben der
Deponie über einem Teller Tortillas mit Hackfleischfüllung, während die KlimaanlDie Welt
nd Fotohandys abzunehmen. Dass Leute wie Salcido dennoch Zutritt erhalten, hat einen einfachen Grund: Die Müllkippe ist in den umweltpolitischen Fokus der Hauptstadtregierung geraten. Weil die Deponie schon seit Langem überfüllt ist und trotzdem täglich um mehr als 13.000 Tonnen wächst, wollen die Behörden sie mithilfe bundesstaatlicher Subventionen spätestens bis Ende 2011 schließen und da
in den umweltpolitischen Fokus der Hauptstadtregierung geraten. Weil die
Deponie schon seit Langem überfüllt ist und trotzdem täglich um mehr als 13.000 Die Welt
vergraben.Doch wie in Italien gibt es auch in Deutschland Aussteiger. Potsdamer Ermittler verdanken einem Überläufer wichtige Fahndungserfolge. Der Mann, der selbst eine Kiesgrube als illegale Deponie betrieben haben soll, hat ausgesagt, dass in einer Kiesgrube bei Jüterbog südlich Berlins seit 2006 regelmäßig Müll zwischen Sand und Kies verbuddelt werde. Es gehe nicht um einige Lkw-Fuhren,
htige Fahndungserfolge. Der Mann, der selbst eine Kiesgrube als illegale
Deponie betrieben haben soll, hat ausgesagt, dass in einer Kiesgrube bei JüterboDer Spiegel
ie legale Beseitigung des schwarz entsorgten Abfalls wird die öffentliche Hand in den kommenden Jahren viele Millionen kosten. Für 80 000 Tonnen Müll, die allein auf einer längst stillgelegten Deponie in Brandenburg illegal entsorgt wurden, hat ein Gutachter für die Staatsanwaltschaft Potsdam die Kosten schon einmal durchgerechnet: 19,5 Millionen Euro.Die Verursacher werden wohl nicht für d
osten. Für 80 000 Tonnen Müll, die allein auf einer längst stillgelegten
Deponie in Brandenburg illegal entsorgt wurden, hat ein Gutachter für die StaatsDer Spiegel
s der ehemaligen DDR lassen laut Schwerins Umweltstaatssekretär Peter-Uwe Conrad (CDU) "nach Aktenlage" erkennen, daß der seit 1982 verschwundene Giftmüll nicht - wie bisher vermutet - auf der Deponie Schönberg gelagert ist. Nach dem jetzt in Schönberger Archiven aufgetauchten Protokoll ("Vertrauliche Dienstsache U 36/82") wurde der "Antrag CH 1/82", mit dem der französische Müllmakler Bern
r seit 1982 verschwundene Giftmüll nicht - wie bisher vermutet - auf der
Deponie Schönberg gelagert ist. Nach dem jetzt in Schönberger Archiven aufgetaucDer Spiegel
lich fünf Millionen Tonnen toxischer Abfälle in der Bundesrepublik kann in heimischen Spezialöfen lediglich gut ein Zehntel verbrannt werden. Etwa die gleiche Menge landet auf der umstrittenen Deponie Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern.Strengere Umweltgesetze verschärfen den Sondermüll-Notstand. Mit der kürzlichen Verabschiedung einer novellierten "Technischen Anleitung Sonderabfall" wird
tel verbrannt werden. Etwa die gleiche Menge landet auf der umstrittenen
Deponie Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern.Strengere Umweltgesetze verschärfen Der Spiegel
m brandenburgischen Finkenheerd, im Grenzgebiet zu Polen, kippte die Firma Umwelttechnologie + Kompostierung (UTK) aus dem nordrhein-westfälischen Xanten eine stinkende Ladung auf die örtliche Deponie . Die mineralölhaltigen Chemikalien aus dem Abwasserverband Ruhr waren von der Bergsicherung in Frankfurt als Verfüllungsmaterial nach einer entsprechenden Aufarbeitung genehmigt worden.UTK-Ges
em nordrhein-westfälischen Xanten eine stinkende Ladung auf die örtliche
Deponie. Die mineralölhaltigen Chemikalien aus dem Abwasserverband Ruhr waren voDer Spiegel
g mit den Giftstoffen die Plastikhandschuhe auf. Weiter westlich, in Giugliano, wo die wohl übelste Müllkippe Europas unter anderem mit Giftschlamm und Dioxin gesättigt ist, hausen am Fuß der Deponie 500 Roma in Bretterbuden und Wohnwagen - an einem Ort, wo nach Meinung des zuständigen Regierungskommissars ein "Sarkophag wie in Tschernobyl" zum Schutz der Bevölkerung nötig wäre. Dort soll
nter anderem mit Giftschlamm und Dioxin gesättigt ist, hausen am Fuß der
Deponie 500 Roma in Bretterbuden und Wohnwagen - an einem Ort, wo nach Meinung dDer Spiegel
Zweiten Weltkrieg 43 Jahre lang Unrat vergraben und aufgeschichtet. 300 Meter hoch, sagen Geologen, türme sich der Abfall, der nun von Gras und winterkahlen Bäumen bedeckt ist. 1996 wurde die Deponie geschlossen, die Menschen konnten aufatmen. Nun aber soll diese gnädige Kruste aufgerissen werden, um einen Teil der 120000 Tonnen Müll abzuladen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Ne
ll, der nun von Gras und winterkahlen Bäumen bedeckt ist. 1996 wurde die
Deponie geschlossen, die Menschen konnten aufatmen. Nun aber soll diese gnädige Süddeutsche Zeitung
sind der Schrottplatz ganz Europas", sagt eine junge Frau in verwaschenen Jeans und schwarzem Anorak, die sich mit ihren Einkaufstüten einen Weg durch den Unrat bahnt, der die Straße zur alten Deponie  bedeckt. Ihren Nachnamen will Anna, wie die meisten, nicht nennen. Man wisse ja nie, flüstert sie, im Land der Camorra. Dann klagt sie, in Pianura gebe es drei Mal so viele Krebsfälle wie im i
Einkaufstüten einen Weg durch den Unrat bahnt, der die Straße zur alten
Deponie bedeckt. Ihren Nachnamen will Anna, wie die meisten, nicht nennen. Man wSüddeutsche Zeitung
iele Krebsfälle wie im italienischen Durchschnitt. Diffuse Ängste wabern durch Pianura, wo Abfallhaufen auf den Straßen kokeln und sich Gerüche mit Gerüchten mischen. Tatsächlich dürfte in der Deponie vieles gelandet sein, was nicht hineingehört. Denn in all den vergangenen Jahrzehnten holte die Camorra Sondermüll aus dem Ausland nach Kampanien, um ihn an Orten wie Pianura billig zu verbudd
kokeln und sich Gerüche mit Gerüchten mischen. Tatsächlich dürfte in der
Deponie vieles gelandet sein, was nicht hineingehört. Denn in all den vergangeneSüddeutsche Zeitung
sundheitsorganisation zeigen auch, dass etliche Krebsarten in Kampanien häufiger auftreten als im Landesdurchschnitt. "Viele Kinder kommen mit Missbildungen zur Welt." Die Ursache? "In unserer Deponie wurden giftige Abfälle aus vielen Ländern vergraben." Sie flüstert wieder: "Sogar Atommüll aus deinem Deutschland. Wenn man die Deponie jetzt wieder aufmacht, kommt das alles hoch." Die Mensch
iele Kinder kommen mit Missbildungen zur Welt." Die Ursache? "In unserer
Deponie wurden giftige Abfälle aus vielen Ländern vergraben." Sie flüstert wiedeSüddeutsche Zeitung
en mit Missbildungen zur Welt." Die Ursache? "In unserer Deponie wurden giftige Abfälle aus vielen Ländern vergraben." Sie flüstert wieder: "Sogar Atommüll aus deinem Deutschland. Wenn man die Deponie jetzt wieder aufmacht, kommt das alles hoch." Die Menschen haben Grund zum Demonstrieren. Tagsüber kommen friedliche Bürger hierher, etliche mit ihren Kindern. Sie wachen an den mit Betonblöck
ie flüstert wieder: "Sogar Atommüll aus deinem Deutschland. Wenn man die
Deponie jetzt wieder aufmacht, kommt das alles hoch." Die Menschen haben Grund zSüddeutsche Zeitung
enschen haben Grund zum Demonstrieren. Tagsüber kommen friedliche Bürger hierher, etliche mit ihren Kindern. Sie wachen an den mit Betonblöcken, Bäumen und Fahrzeugen blockierten Zufahrten zur Deponie . Nachts mischen sich Krawallmacher unters Volk. Sie zünden den Abfall auf den Straßen an, bewerfen Polizisten mit Steinbrocken und kapern Linienbusse, die sie in Brand setzen. In der Nacht zu
an den mit Betonblöcken, Bäumen und Fahrzeugen blockierten Zufahrten zur
Deponie. Nachts mischen sich Krawallmacher unters Volk. Sie zünden den Abfall aSüddeutsche Zeitung
sser, wie die frühere Regierung unter Silvio Berlusconi in Rom demonstriert habe. Wohin mit den Müllmassen Die Stimmung ist schlecht. Denn die Menschen haben Angst vor noch mehr Müll in ihrer Deponie . Doch wo soll er sonst hin, der Abfall auf den Straßen von Neapel? Viele antworten: "Wir wissen es nicht." Der Müll hat die Neapolitaner ratlos gemacht. Sie sehen darin das Symbol, dass ihr p
ist schlecht. Denn die Menschen haben Angst vor noch mehr Müll in ihrer
Deponie. Doch wo soll er sonst hin, der Abfall auf den Straßen von Neapel? VieleSüddeutsche Zeitung
Spuren wirksame Supergift, lagert längst auf westdeutschen Kippen, und zwar ein Vielfaches der in Nordfrankreich sichergestellten Giftmüllreste aus Seveso: allein auf der rheinland-pfälzischen Deponie Gerolsheim 4000 Fässer mit dioxinhaltigem Müll unbekannter Konzentration.Zwar reklamiert Minister Zimmermann für die Bundesrepublik das "beste Abfallbeseitigungsrecht in Europa", kodifiziert i
estellten Giftmüllreste aus Seveso: allein auf der rheinland-pfälzischen
Deponie Gerolsheim 4000 Fässer mit dioxinhaltigem Müll unbekannter KonzentrationDer Spiegel
agerungsplätze" das Land birgt. Vorläufiges amtliches Zwischenergebnis: 4550 Orte.In Hamburg kartierten Behörden insgesamt rund 2000 Stellen, von denen Umweltgefahren ausgehen könnten. Eine Ex- Deponie im Stadtteil Georgswerder, wo bis 1972 neben 13 Millionen Kubikmetern Hausmüll massenhaft Industrieabfälle verschwanden, bereitet besondere Sorge, weil die Tonschichtunter der Kippe sich als l
mt rund 2000 Stellen, von denen Umweltgefahren ausgehen könnten. Eine Ex-
Deponie im Stadtteil Georgswerder, wo bis 1972 neben 13 Millionen Kubikmetern HaDer Spiegel
en, bereitet besondere Sorge, weil die Tonschichtunter der Kippe sich als löchrig erweist.Ein internes Gutachten der Hamburger Baubehörde (Titel: "Grundwasseruntersuchungen im Unterstrom einer Deponie ") schließt nicht aus, daß aus "Fenstern" im Untergrund Giftstoffe "ausbluten" könnten - bei "Freiwerden großer Mengen hochtoxischer Verbindungen" wäre das eine Katastrophe.Doch ausgeräumt kann
burger Baubehörde (Titel: "Grundwasseruntersuchungen im Unterstrom einer
Deponie") schließt nicht aus, daß aus "Fenstern" im Untergrund Giftstoffe "ausblDer Spiegel
uchte. Ein andermal wäre ich beim Überfahren einer " " planierten Lagerstelle beinahe in die Luft geflogen. Es " " knallte, meine tonnenschwere Raupe wurde " " hochgeschleudert. Danach lag die Deponie unter einer " " schwarzen Staubschicht. Manchmal fingen abgeladene Fässer " " einfach an zu brennen. Selbst als sie mit Erdreich " " zugeschoben waren und die Flammen erstickt sein mußten, " "
te, meine tonnenschwere Raupe wurde " " hochgeschleudert. Danach lag die
Deponie unter einer " " schwarzen Staubschicht. Manchmal fingen abgeladene FässeDer Spiegel
ch an zu brennen. Selbst als sie mit Erdreich " " zugeschoben waren und die Flammen erstickt sein mußten, " " qualmte es an dieser Stelle noch lange aus der Erde. " Amtliche Kontrollen auf der Deponie waren zwecklos, Inspektionen wurden zwei bis drei Wochen vorher avisiert. An solchen Tagen wurden Sondertransporte auf andere Müllplätze umgeleitet, auf der Kippe kam ungewohnte Aktivität auf.
an dieser Stelle noch lange aus der Erde. " Amtliche Kontrollen auf der
Deponie waren zwecklos, Inspektionen wurden zwei bis drei Wochen vorher avisiertDer Spiegel
000 Tonnen" Chemieabfälle ablieferte, darunter Härtesalze, Phenolharze, Chloridbadreste und "ätzende, stinkende Flüssigkeiten, die Motorwagen und Hänger zerfraßen", schildert: " Die haben die Deponie dann einen ganzen Tag lang auf " " Hochglanz gebracht, die Raupen abgespritzt und die " " Deponie mit Füllkies, der eigentlich für den Verkauf " " gedacht war, überzogen. Es sah aus wie in ein
keiten, die Motorwagen und Hänger zerfraßen", schildert: " Die haben die
Deponie dann einen ganzen Tag lang auf " " Hochglanz gebracht, die Raupen abgespDer Spiegel
nde, stinkende Flüssigkeiten, die Motorwagen und Hänger zerfraßen", schildert: " Die haben die Deponie dann einen ganzen Tag lang auf " " Hochglanz gebracht, die Raupen abgespritzt und die " " Deponie mit Füllkies, der eigentlich für den Verkauf " " gedacht war, überzogen. Es sah aus wie in einem " " Steingarten. Vorzeigefässer standen bereit, in die sie " " die Prüfungskommission blicken l
Tag lang auf " " Hochglanz gebracht, die Raupen abgespritzt und die " "
Deponie mit Füllkies, der eigentlich für den Verkauf " " gedacht war, überzogen.Der Spiegel
Rudi Geil, könne auch "nicht endgültig und umfassend gesagt werden", "welche Stoffe in Gerolsheim abgelagert worden" seien. Doch das Gefährdungspotential soll nun nicht etwa beseitigt und die Deponie saniert werden, sondern das Gift bleiben, wo es ist. Geil: "Eine Auskofferung der Deponie Gerolsheim könnte genau die Umweltgefährdung bewirken, vor der zu Recht die Menschen in dieser Region
ien. Doch das Gefährdungspotential soll nun nicht etwa beseitigt und die
Deponie saniert werden, sondern das Gift bleiben, wo es ist. Geil: "Eine AuskoffDer Spiegel
rolsheim abgelagert worden" seien. Doch das Gefährdungspotential soll nun nicht etwa beseitigt und die Deponie saniert werden, sondern das Gift bleiben, wo es ist. Geil: "Eine Auskofferung der Deponie Gerolsheim könnte genau die Umweltgefährdung bewirken, vor der zu Recht die Menschen in dieser Region Sorgen und Befürchtungen haben."Die Sanierung des Giftlochs in der Pfalz, Anfang Mai von d
erden, sondern das Gift bleiben, wo es ist. Geil: "Eine Auskofferung der
Deponie Gerolsheim könnte genau die Umweltgefährdung bewirken, vor der zu Recht Der Spiegel
en und Wasserwissenschaftler haben gleichwohl Bedenken: Während beispielsweise der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gerhard Glup besorgte Bürger beschwichtigte, die erst 1970 eröffnete Deponie Münchehagen sei "dicht", kamen Ende April die Aachener Wissenschaftler Karl-Heinrich Heitfeld und Harro Stolpe unabhängig voneinander zu dem Schluß, der Müllplatz sei eine Umweltgefahr, da gif
ter Gerhard Glup besorgte Bürger beschwichtigte, die erst 1970 eröffnete
Deponie Münchehagen sei "dicht", kamen Ende April die Aachener Wissenschaftler KDer Spiegel
g": Am Grenzfluß Lauter, zwar auf französischem Staatsgebiet, aber direkt neben einem deutschen Naturschutzgebiet, fanden die Parlamentarier eine rund einen Quadratkilometer große "verwilderte Deponie " mit Fässern der Hamburger Chemiefirma Beiersdorf.Neben den Tonnen lagen halbverweste Ratten, Aufschriften warnten vor "Gesundheitsschäden" beim "Einatmen der Dämpfe" und wiesen als Inhalt 2.4
n die Parlamentarier eine rund einen Quadratkilometer große "verwilderte
Deponie" mit Fässern der Hamburger Chemiefirma Beiersdorf.Neben den Tonnen lagenDer Spiegel
ylphenol aus, einen in Grammengen tödlichen Härter für den Beiersdorf-Klebstoff "Technicoll 8353".Über Entwässerungsgräben, so ermittelten die Abgeordneten später, fließen "Chemikalien aus der Deponie ins Grundwasser und in den Fluß Lauter", wo Angler denn auch ein ihnen zunächst rätselhaftes Fischsterben bemerkten - grenzüberschreitende Umweltvergiftung, wie sie freilich auch durch regulär
en, so ermittelten die Abgeordneten später, fließen "Chemikalien aus der
Deponie ins Grundwasser und in den Fluß Lauter", wo Angler denn auch ein ihnen zDer Spiegel
Bundesrepublik als erstes EG-Land 1974 ein rechtlich festgelegtes Verfahren ein, das - zumindest theoretisch - eine exakte Überwachung des Giftmülls vom Erzeuger über den Transporteur bis zur Deponie erlaubt. Dieser Nachweispflicht dient beispielsweise ein Transportbegleitschein, der, so richtig gründlich, in sechsfacher Ausfertigung mit allen wesentlichen Angaben des zu entsorgenden Stoff
kte Überwachung des Giftmülls vom Erzeuger über den Transporteur bis zur
Deponie erlaubt. Dieser Nachweispflicht dient beispielsweise ein TransportbegleiDer Spiegel
sich auch mit schottischen Hochlandrindern für seinen Privat-Zoo und einer Nerzjacke für seine Ehefrau bestechen. * Eine Müll-Mafia aus städtischen Bediensteten und Privatfirmen machte an der Deponie Buchschlag Millionen. Der angefahrene Abfall wurde zu leicht gewogen, der Gewinn aus den eingesparten Gebühren geteilt. * Eine kriminelle Vereinigung beschaffte laut Anklage ertappten Promill
e Müll-Mafia aus städtischen Bediensteten und Privatfirmen machte an der
Deponie Buchschlag Millionen. Der angefahrene Abfall wurde zu leicht gewogen, deDer Spiegel
nd die Wiedereröffnung der Halde zu verhindern. Pianura liegt hoch in den Hügeln der Stadt – mit 100.000 Einwohnern im Umkreis. Als die Polizei am Montag versuchte, eine Straßensperre vor der Deponie zu räumen, warfen die Protestierenden Steine nach den Beamten. Bei der Räumung einer zweiten Straßensperre drängten die mit Knüppeln bewaffneten Sicherheitskräfte dutzende Demonstranten zurück
Umkreis. Als die Polizei am Montag versuchte, eine Straßensperre vor der
Deponie zu räumen, warfen die Protestierenden Steine nach den Beamten. Bei der RFrankfurter Allgemeine Zeitung
allem entschlossen. Mehr als 110.000 Tonnen Müll stapeln sich in Neapel und Umgebung - nun will Italiens Regierung entschlossen gegen die Abfallmisere vorgehen. Gegen Demonstranten vor einer Deponie zeigte die Polizei zumindest schon Härte. Rom - "In 24 Stunden werden wir so weit sein, der Situation auf radikale Weise zu begegnen", kündigte ein Sprecher des italienischen Ministerpräsiden
schlossen gegen die Abfallmisere vorgehen. Gegen Demonstranten vor einer
Deponie zeigte die Polizei zumindest schon Härte. Rom - "In 24 Stunden werden wDer Spiegel
perren die Zufahrt zu der Kippe verwehren. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein, Demonstranten warfen Steine. Es gab drei Verletzte. Am Abend zog sich die Polizei aus Pianura zurück. Gegner der Deponie feierten das als Sieg. Ein Polizeisprecher sagte jedoch, die Anlage werde keineswegs aufgegeben. Die Deponie war vor elf Jahren wegen Gesundheitsgefahren geschlossen worden, wurde aber inzwisc
Verletzte. Am Abend zog sich die Polizei aus Pianura zurück. Gegner der
Deponie feierten das als Sieg. Ein Polizeisprecher sagte jedoch, die Anlage werdDer Spiegel
Es gab drei Verletzte. Am Abend zog sich die Polizei aus Pianura zurück. Gegner der Deponie feierten das als Sieg. Ein Polizeisprecher sagte jedoch, die Anlage werde keineswegs aufgegeben. Die Deponie war vor elf Jahren wegen Gesundheitsgefahren geschlossen worden, wurde aber inzwischen offiziell wieder in Betrieb genommen. Nach dem Willen der Behörden sollen dort weitere Zehntausende Tonne
olizeisprecher sagte jedoch, die Anlage werde keineswegs aufgegeben. Die
Deponie war vor elf Jahren wegen Gesundheitsgefahren geschlossen worden, wurde aDer Spiegel
on den geheimen Ergebnissen der staatlichen Ringanalyse teilweise noch übertroffen.So ermittelte das Staatliche Institut für Hygiene und Infektionskrankheiten in Saarbrücken auf der hessischen Deponie Offheim bei Limburg 4,3 Milligramm Cyanid pro Liter Sickerwasser -- mehr als das Vierzigfache des Grenzwertes (0.1 mg 1). den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Abwässern toleriert.Im b
für Hygiene und Infektionskrankheiten in Saarbrücken auf der hessischen
Deponie Offheim bei Limburg 4,3 Milligramm Cyanid pro Liter Sickerwasser -- mehrDer Spiegel
Oberflächenwasser geschützt werden müssen, Im Kommissionsbericht der Umwelt-Experten wird darauf verwiesen, daß sieh der Cyanidgehalt durch "natürliche Reinigungsvorgänge im Untergrund" einer Deponie allmählich mindert.Cyanide sind biologisch abbaubar und haben die Fähigkeit, sich selbst zu zersetzen. Aber bei "ungünstigen hydrogeologischen Verhältnissen", beispielsweise bei geringer Fließ
r Cyanidgehalt durch "natürliche Reinigungsvorgänge im Untergrund" einer
Deponie allmählich mindert.Cyanide sind biologisch abbaubar und haben die FähigkDer Spiegel
digkeit des Grundwassers. können "cyanidhaltige Abfallstoffe zu einer weitreichenden Grundwasserverunreinigung führen' (so das Gutachten).Einen Zeitpunkt, zu dem die Gefahr im Untergrund einer Deponie durch rostende Fässer akut wird, kann niemand vorhersagen. Cyanide können jahrelang ohne gefährliche Folgen unter Müllbergen lagern, werden aber schnell zur tödlichen Gefahr, wenn Tankwagen et
so das Gutachten).Einen Zeitpunkt, zu dem die Gefahr im Untergrund einer
Deponie durch rostende Fässer akut wird, kann niemand vorhersagen. Cyanide könneDer Spiegel
Italien. Neapel unterm Müll. In Neapel türmt sich der Müll auf den Straßen. Die Region produziert jedes Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen Müll, besitzt aber seit 1997 keine Deponie mehr und wartet auf Verbrennungsanlagen. Die Verwaltung sucht nach Notlösungen. In Neapel und den Vorstädten türmt sich der Müll auf den Straßen. 2000 Tonnen sind es allein in Neapel, 100 000
jedes Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen Müll, besitzt aber seit 1997 keine
Deponie mehr und wartet auf Verbrennungsanlagen. Die Verwaltung sucht nach NotlöFrankfurter Allgemeine Zeitung
n und viele Parteigänger mit Posten zu befriedigen. Um jeglichen Unbill um die Standorte neuer Mülldeponien zu entgehen, feierten sich die Lokalpolitiker als Reformer, die künftig auf jegliche Deponie verzichten könnten. Schließlich werde man den Müll durch Trennung auf einen Bruchteil reduzieren und dann den Rest verbrennen können. „Regierungskommissar für den Müllnotstand“ Tatsächlich l
feierten sich die Lokalpolitiker als Reformer, die künftig auf jegliche
Deponie verzichten könnten. Schließlich werde man den Müll durch Trennung auf eiFrankfurter Allgemeine Zeitung
riger Student, sitzt seit Tagen hier, nur zum Schlafen geht er nach Hause. "Ich hoffe sehr darauf, dass endlich die EU eingreift. Hier ist die Gesundheit Hunderter Familien in Gefahr, wenn die Deponie kommt", sagt er. Aber warum hat sich seit 14 Jahren nichts wesentlich geändert in Kampanien? "Ich weiß es wirklich nicht", sagt er resigniert. "Ich will nur weg aus diesem Land." Alltag in Kam
ingreift. Hier ist die Gesundheit Hunderter Familien in Gefahr, wenn die
Deponie kommt", sagt er. Aber warum hat sich seit 14 Jahren nichts wesentlich geSüddeutsche Zeitung
dass der Müll aber irgendwohin gebracht werden muss? "Unserer Ansicht ist das hier kein Notfall", sagt die Gemeinderätin aus dem Nachbarort Marano, Gemma Infantocci, die seit Wochen gegen die Deponie kämpft und auch heute auf den verwüsteten Straßen der Nachbargemeinde umherstreift. Warum hat niemand ein Einsehen, dass in einem ersten Schritt die Abfälle in Deponien gelagert werden müssen,
n aus dem Nachbarort Marano, Gemma Infantocci, die seit Wochen gegen die
Deponie kämpft und auch heute auf den verwüsteten Straßen der Nachbargemeinde umSüddeutsche Zeitung
streift. Warum hat niemand ein Einsehen, dass in einem ersten Schritt die Abfälle in Deponien gelagert werden müssen, um sie dann zu verbrennen? "Wir im Norden Neapels haben genug gegeben. Die Deponie wäre ein krimineller Akt. Die Vernunft ist auf unserer Seite", sagt Maranos Bürgermeister Salvatore Perrotta. Wer sind die Verantwortlichen für die unerträgliche Situation? "Die Camorra, die m
sie dann zu verbrennen? "Wir im Norden Neapels haben genug gegeben. Die
Deponie wäre ein krimineller Akt. Die Vernunft ist auf unserer Seite", sagt MaraSüddeutsche Zeitung
kt. "Irgendetwas wollten wir machen, um die Bürger und leider auch die Politiker zu sensibilisieren." Er wolle ja nicht mit Fingern auf andere zeigen, aber 90 Prozent derjenigen, die gegen die Deponie protestieren, hätten noch nie etwas von Mülltrennung gehört. Offiziell wird auch in Kampanien Müll getrennt. "Tatsächlich hat das öffentliche Sammeln keinen Sinn, wenn die Reste nicht abgeholt
mit Fingern auf andere zeigen, aber 90 Prozent derjenigen, die gegen die
Deponie protestieren, hätten noch nie etwas von Mülltrennung gehört. Offiziell wSüddeutsche Zeitung
ansporte aus Kampanien nach Deutschland einmal so bezeichnet. Und jedes Mal, wenn sich die stinkenden Müllsäcke auf den Straßen Neapels türmen, weil es dort zu wenige Verbrennungsanlagen oder Deponien gibt und die Müllabfuhr streikt, rollen wenig später die Container über den Brenner. Täglich rollen zwei Züge mit insgesamt 1500 Tonnen Haushaltsmüll aus Neapel zu Verbrennungsanlagen nach L
Straßen Neapels türmen, weil es dort zu wenige Verbrennungsanlagen oder
Deponien gibt und die Müllabfuhr streikt, rollen wenig später die Container übeSüddeutsche Zeitung
lant oder bereits im Bau. Importe gehen zurück Allerdings gehen die Importe seit 2005 zurück. Damals trat in Deutschland eine Verordnung in Kraft, nach der unbehandelte Abfälle nicht mehr auf Deponien entsorgt werden dürfen. Seither blüht das Verbrennungsgeschäft. Die Reste zum Beispiel des Hausmülls werden zu Straßenbelag verarbeitet. Chemikalien werden häufig unterirdisch gelagert. "Deu
eine Verordnung in Kraft, nach der unbehandelte Abfälle nicht mehr auf
Deponien entsorgt werden dürfen. Seither blüht das Verbrennungsgeschäft. Die ReSüddeutsche Zeitung
gsrechnungen aufzumachen, die würden einen nur in Schrecken versetzen . . .SPIEGEL: . . . nur keine falsche Rücksichtnahme . . .RAULS: . . . wir haben in Sachsen-Anhalt zum Beispiel über 2000 Deponien übernommen, die erst mal schleunigst geschlossen werden mußten. Manches gefährdet akut das Grundwasser, da muß möglichst bald saniert werden. Anderes ist vielleicht nicht so eilig. Es wäre u
me . . .RAULS: . . . wir haben in Sachsen-Anhalt zum Beispiel über 2000
Deponien übernommen, die erst mal schleunigst geschlossen werden mußten. MancheDer Spiegel
leinem Maßstab: Alle machen Müll, aber niemand will mit dessen Beseitigung etwas zu schaffen haben. Nun findet sich in zivilisierten Weltgegenden stets ein Kompromiss für diesen Zwiespalt; in Deponien , Verbrennungsöfen, mit Mülltrennung und Recycling wird eine Gesellschaft des Abfallproblems irgendwann Herr. Dass dies in Neapel nicht so ist, hat mit einer markanten Sonderstellung der ital
ivilisierten Weltgegenden stets ein Kompromiss für diesen Zwiespalt; in
Deponien, Verbrennungsöfen, mit Mülltrennung und Recycling wird eine GesellschaFrankfurter Allgemeine Zeitung
lltransporte für horrende Summen in deutschen Hochleistungsöfen zu Energie und Asche verarbeitet werden, dass die Riesenprovinz Kampanien weder über eine Verbrennungsanlage noch über nutzbare Deponien verfügt, ist also weniger Ausdruck von Schlamperei als von übermächtigem Lobbyismus. Wenn nun protestierende Anwohner den Bau einer Verbrennungsanlage des Umweltschutzes wegen torpedieren, i
provinz Kampanien weder über eine Verbrennungsanlage noch über nutzbare
Deponien verfügt, ist also weniger Ausdruck von Schlamperei als von übermächtigFrankfurter Allgemeine Zeitung
i zurück. Es sind diese vor- und antistaatlichen Zustände, in denen die Camorristi gedeihen wie Schimmelpilze im Hausmüll. Der italienische Staat schickt seit gestern Militär, um die gröbsten Deponien vor Schulen und Krankenhäusern zu beseitigen, und kehrt damit zu einem Remedium zurück, das bereits Benito Mussolini angewendet hat. Nur mit Gewalt - und nicht mit demokratischen Mitteln - k
l. Der italienische Staat schickt seit gestern Militär, um die gröbsten
Deponien vor Schulen und Krankenhäusern zu beseitigen, und kehrt damit zu einemFrankfurter Allgemeine Zeitung
der Universität Hohenheim ein Bodenradar im Schwarzwald an jahrzehntealten Gräbern getestet. Eine italienische Wissenschaftlerin fahndete von einem Hubschrauber aus großflächig nach illegalen Deponien der Müllmafia.Die Geoforensikerin Lorna Dawson wiederum sucht am schottischen James Hutton Institute nach einem Biomarker für Leichen. Ein menschlicher Körper gibt im Boden Flüssigkeit ab, u
aftlerin fahndete von einem Hubschrauber aus großflächig nach illegalen
Deponien der Müllmafia.Die Geoforensikerin Lorna Dawson wiederum sucht am schotDer Spiegel
Reisende im Internet bereits ... vor dem gesundheitlichen Risiko in der Region gewarnt. Im Bild: Ein Arbeiter in der Mülldeponie von Caivano in der Nähe von Neapel. Neben der Überlastung der Deponien spielt auch die Camorra, die neapolitanische Mafia, in dem Konflikt eine Rolle. Die illegale Müllentsorgungist nach Ansicht von Experten nach dem Drogenschmuggel die wichtigste Einnahmequell
lldeponie von Caivano in der Nähe von Neapel. Neben der Überlastung der
Deponien spielt auch die Camorra, die neapolitanische Mafia, in dem Konflikt eiSüddeutsche Zeitung
tsorgungist nach Ansicht von Experten nach dem Drogenschmuggel die wichtigste Einnahmequelle der örtlichen Mafia.Die Müllkrise in der Region um Neapel dauert seit Mitte der 90er Jahre an. Die Deponien sind chronisch überlastet, außerdem wurden von der örtlichen Mafia betriebene Müllhalden geschlossen.
lkrise in der Region um Neapel dauert seit Mitte der 90er Jahre an. Die
Deponien sind chronisch überlastet, außerdem wurden von der örtlichen Mafia betSüddeutsche Zeitung
Deponien und Abfallberge stinkt vor allem eins zum Himmel: die Selbstgerechtigkeit der Politiker in der Region. Einer der friedlichsten, ruhigsten Orte im Neapel dieser Tage ist das Büro für Abfalltr
ITALIEN. Unsere Geschwüre seid ihr. Bei Neapels Aufstand gegen
Deponien und Abfallberge stinkt vor allem eins zum Himmel: die SelbstgerechtigkDer Spiegel
Deponie. "Die Camorra sind nicht wir / Unsere Geschwüre, das seid ihr!", steht auf einem Plakat.Währenddessen breitet sich der Müll aus. Tag für Tag um 1100 Tonnen allein in Neapel. Seit die Deponien überquellen, wird der Müll in den Vororten nicht mehr abgeholt, liegt als faulender, vom Verkehr, von Hunden und Ratten zerfetzter Haufen an den Straßen.In Neapel sind die Abfallgebühren höh
ich der Müll aus. Tag für Tag um 1100 Tonnen allein in Neapel. Seit die
Deponien überquellen, wird der Müll in den Vororten nicht mehr abgeholt, liegt Der Spiegel
Region ist in den letzten Jahrzehnten nichts Besseres eingefallen, als ihre Krater, Tuffsteinhöhlen, Steinbrüche und Landsenken mit Müll zu füllen.1994 wurde der Region verordnet, alle wilden Deponien zu sanieren und einen Abfallkreislauf aufzubauen: Mülltrennung plus Verwertung. 14 Jahre und knapp zwei Milliarden Euro später ist von drei Verbrennungsanlagen keine einzige in Betrieb und d
dsenken mit Müll zu füllen.1994 wurde der Region verordnet, alle wilden
Deponien zu sanieren und einen Abfallkreislauf aufzubauen: Mülltrennung plus VeDer Spiegel
Verwertung. 14 Jahre und knapp zwei Milliarden Euro später ist von drei Verbrennungsanlagen keine einzige in Betrieb und die Müll-Trennquote ist eine der niedrigsten des Landes. Geschlossene Deponien werden wieder geöffnet, und dennoch liegt das Land - mit Ausnahme Pompejis und des Büros von Vizepräsident Valiante - voller Müllbeutel. 2500 illegale Deponien wurden allein im Bezirk Casert
d die Müll-Trennquote ist eine der niedrigsten des Landes. Geschlossene
Deponien werden wieder geöffnet, und dennoch liegt das Land - mit Ausnahme PompDer Spiegel
igsten des Landes. Geschlossene Deponien werden wieder geöffnet, und dennoch liegt das Land - mit Ausnahme Pompejis und des Büros von Vizepräsident Valiante - voller Müllbeutel. 2500 illegale Deponien wurden allein im Bezirk Caserta gezählt.Ein Maßnahmenplan des vorletzten Sonderkommissars Guido Bertolaso scheiterte am Widerstand des grünen Umweltministers. Er hatte erfolgreich Einsätze i
des Büros von Vizepräsident Valiante - voller Müllbeutel. 2500 illegale
Deponien wurden allein im Bezirk Caserta gezählt.Ein Maßnahmenplan des vorletztDer Spiegel
r Chefsache erklärt und damit sein politisches Überleben an die Müllfrage gekettet. Dem ehemaligen Polizeipräsidenten Gianni De Gennaro wurden 120 Tage fürs Aufräumen gegeben. Mindestens vier Deponien sollen wiedereröffnet, drei Verbrennungsanlagen in Auftrag gegeben werden.De Gennaro hat mit Erfolg Jagd auf Mafiosi und Rotbrigadisten gemacht. Und er hat auch den brutalen Einsatz beim G-8
anni De Gennaro wurden 120 Tage fürs Aufräumen gegeben. Mindestens vier
Deponien sollen wiedereröffnet, drei Verbrennungsanlagen in Auftrag gegeben werDer Spiegel
zum Himmel. Tausende Tonnen Müll stapeln sich in den Straßen Neapels, wütende Einwohner stecken die Berge in Brand. Die Misere ist teilweise selbst verschuldet, denn die Bürger wollen keine Deponien . Unternehmer und Mafiosi freut's - sie kassieren kräftig ab. Und Ministerpräsident Prodi hat ein Problem. "Eine Tragödie." Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano brauchte nicht viele Wo
e Misere ist teilweise selbst verschuldet, denn die Bürger wollen keine
Deponien. Unternehmer und Mafiosi freut's - sie kassieren kräftig ab. Und MinisDer Spiegel
reislauf hat, rechnet er vor: Nicht eine einzige Verbrennungsanlage ist in Betrieb, und Mülltrennung wird konsequent nur in einigen wenigen Kleinstädten praktiziert. Da bleiben nur immer neue Deponien , und die lösen jedes Mal wütende Bürgerproteste aus. Im Juni vergangenen Jahres hatten die Behörden die Öffnung von vier neuen Müllkippen beschlossen drei davon aber wurden schließlich durch
in einigen wenigen Kleinstädten praktiziert. Da bleiben nur immer neue
Deponien, und die lösen jedes Mal wütende Bürgerproteste aus. Im Juni vergangenDer Spiegel
ze waren, die entgegen allen politischen Versprechungen nie saniert worden waren. Der Bürgerprotest hatte Erfolg, ebenso wie in anderen Orten: Von den vier im vergangenen Sommer beschlossenen Deponien konnte nur eine geöffnet werden damit war die schnelle Wiederholung der Krise programmiert. Doch jetzt soll mit der ewigen Wiederholung der "Emergenza", des "Notstands", Schluss sein. Vertei
wie in anderen Orten: Von den vier im vergangenen Sommer beschlossenen
Deponien konnte nur eine geöffnet werden damit war die schnelle Wiederholung deDer Spiegel
dient. Seit Jahrzehnten, so geht aus den Nachforschungen der Staatsanwälte hervor, ist auch die kalabrische 'Ndrangheta im Giftmüll-Geschäft aktiv und unterhält auch auf dem Festland illegale Deponien , etwa in der schwer zugänglichen Bergregion des Aspromonte. Transporte nach Somalia Von den illegalen Entsorgungen im Mittelmeer könnten auch andere Regionen, etwa die Basilikata im Bereich
im Giftmüll-Geschäft aktiv und unterhält auch auf dem Festland illegale
Deponien, etwa in der schwer zugänglichen Bergregion des Aspromonte. TransporteSüddeutsche Zeitung
urg (in Hessen), Münchehagen und Hoheneggelsen (in Niedersachsen), in Maisch (Baden-Württemberg) oder in den beiden Gruben bei Breitscheid (Nordrhein-Westfalen). Auf diesen acht westdeutschen Deponien wiederum landeten mitunter Stoffe, die nur unter Tage oder auf See hätten abgelagert werden dürfen.Erste Indizien für die bundesweite Verseuchung lieferte im Herbst letzten Jahres die Affäre
en bei Breitscheid (Nordrhein-Westfalen). Auf diesen acht westdeutschen
Deponien wiederum landeten mitunter Stoffe, die nur unter Tage oder auf See hätDer Spiegel
te im Wasser Spuren von Cyanid.Zeugenaussagen von Branchenkennern, von der Kripo beschlagnahmte Haniel-Akten und Transportbelege zahlreicher kleinerer Speditionsunternehmen weisen auf etliche Deponien hin, in denen bis heute unentdeckt Hunderte von Tonnen cyanidhaltiger Härtesalze lagern. Nach Gerolsheim in der Pfalz, so ermittelten Beamte des Stuttgarter Landeskriminalamtes, rollten Hani
rtbelege zahlreicher kleinerer Speditionsunternehmen weisen auf etliche
Deponien hin, in denen bis heute unentdeckt Hunderte von Tonnen cyanidhaltiger Der Spiegel
nde wieder ab -- in den Fluß, Dann tankten sie Leitungswasser aus Löschhydranten und konnten so. wenn sie die Waage am Werkstor überfuhren, entsprechend Gewicht vorweisen.Bei den Inhabern von Deponien , so Richard Eisert in Großkrotzenburg, ließen Plaumanns Chauffeure Lieferscheine über ordnungsgemäß beseitigte Marmorschlämme abzeichnen -- Abfälle. die in Wirklichkeit nicht auf dem Müllpla
erkstor überfuhren, entsprechend Gewicht vorweisen.Bei den Inhabern von
Deponien, so Richard Eisert in Großkrotzenburg, ließen Plaumanns Chauffeure LieDer Spiegel
ans Krollmann, wirbt jetzt zur Verhinderung "der Müllskandale" für eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit" von "Industrie, Beseitiger, Behörden und Presse" und kassiert Steuergelder: Verseuchte Deponien wie in Langenselbold" an denen viele verdient haben, werden von Beyers "Badischer Rückstandsbeseitigungs-GmbH" (Sitz Mannheim) auf Staatskosten für Millionen saniert.Welches Ausmaß die grote
Beseitiger, Behörden und Presse" und kassiert Steuergelder: Verseuchte
Deponien wie in Langenselbold" an denen viele verdient haben, werden von BeyersDer Spiegel
ämtliche Befunde waren -- wie der Wissenschaftler letzte Woche mitteilte -- "so, daß ein Staatsanwalt, wenn er sie kennt, Anklage erheben muß". So ermittelte der Gewässerkundler in Proben der Deponien * Maisch bei Heidelberg, wo Sickerwasser letzthin noch mit Wissen des Wasserwirtschaftsamts in den angrenzenden Wald gepumpt wurde, 2,832 Milligramm pro Liter,* Offheim bei Limburg, wo unterh
, Anklage erheben muß". So ermittelte der Gewässerkundler in Proben der
Deponien* Maisch bei Heidelberg, wo Sickerwasser letzthin noch mit Wissen des WDer Spiegel
t mit der Müllentsorgung ist nach Ansicht von Experten nach dem Drogenschmuggel die wichtigste Einnahmequelle der Camorra, die öffentliche Gebühren für die Entsorgung unterbietet und illegale Deponien betreibt. Der Staat gab bereits mehr als eine Milliarde Euro aus und ernannte acht Müllbeauftragte in Folge, um die Krise zu beizulegen - bislang jedoch ohne Erfolg. Das Machtwort aus Brüss
a, die öffentliche Gebühren für die Entsorgung unterbietet und illegale
Deponien betreibt. Der Staat gab bereits mehr als eine Milliarde Euro aus und Der Spiegel
des Umweltamts der Provinz Neapel den Boden und stellten erhöhte Schwermetall- und Dioxinkonzentrationen fest. Im April 2010 inspizierte eine Delegation des Europarlaments drei Tage lang die Deponien in der Region. Eine der Autoren des Berichts darüber, Judith Merkies, nannte das Vorhaben, in dem Nationalpark eine weitere Halde zu eröffnen, eine "Verirrung". Die Kommission rügte außerdem
2010 inspizierte eine Delegation des Europarlaments drei Tage lang die
Deponien in der Region. Eine der Autoren des Berichts darüber, Judith Merkies, Der Spiegel
ein vitales Interesse daran, dass der Müllnotstand weitergeht: Immer, wenn die Situation gänzlich unerträglich wird, biete sie sich als Problemlöser an und entsorge den Müll auf ungenehmigten Deponien – gegen Bargeld, versteht sich. Wenn man auf der Via Cupa del Cane nach Verantwortlichen fragt, hört man meist das gleiche: "Camorra", "Politiker", gerne auch "Verwaltung". Diese immerfort g
te sie sich als Problemlöser an und entsorge den Müll auf ungenehmigten
Deponien – gegen Bargeld, versteht sich. Wenn man auf der Via Cupa del Cane nacDie Welt
e Transportgenehmigung jedoch verweigert.Während Hessens Ministerpräsident Albert Osswald vergangene Woche dem ungeschickt agierenden Umweltminister Best das Sondermüll-Abräumkommando auf den Deponien entzog, versuchen Staatsanwälte in fünf Bundesländern -- Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz -, die Praktiken der Müll-Mafia aufzuklären. Bayrische Kripo-Beamte s
kt agierenden Umweltminister Best das Sondermüll-Abräumkommando auf den
Deponien entzog, versuchen Staatsanwälte in fünf Bundesländern -- Hessen, BayerDer Spiegel
r intensiver als Mülldeponie? Die Erde? Oder die Ozeane? Das ist schwer zu beantworten. Die Meere werden jedenfalls seit vielen Jahren als billige Deponie benutzt. Japan und China haben sogar Deponien ins Meer hineingebaut; damit war für diese Länder das Problem gelöst. Ist es folgenschwerer, den Müll ins Meer zu schütten oder ihn auf der Erde abzukippen? Ihn ins Meer zu werfen. Das ist
vielen Jahren als billige Deponie benutzt. Japan und China haben sogar
Deponien ins Meer hineingebaut; damit war für diese Länder das Problem gelöst. Süddeutsche Zeitung
l ins Meer zu schütten oder ihn auf der Erde abzukippen? Ihn ins Meer zu werfen. Das ist erst mal billig. Wir zahlen aber langfristig einen hohen Preis dafür: Die Erde wird durch unsachgemäße Deponien zwar auch verschmutzt – aber immer nur partiell. Die Meere hingegen leiden flächendeckend unter der Belastung. Alles, was Sie ins Meer leiten, verteilt sich früher oder später weltweit. So f
r langfristig einen hohen Preis dafür: Die Erde wird durch unsachgemäße
Deponien zwar auch verschmutzt – aber immer nur partiell. Die Meere hingegen leSüddeutsche Zeitung
ter Erde und dem nach Baggerarbeiten wieder aufgefüllten Grund.Künftig wird Bodenradar auch zeigen, ob Fundamente für Klärbecken tatsächlich aus Beton oder nur aus billigem Kies bestehen. Auf Deponien will man ergründen, ob Erdmassen zum Abdecken des Mülls tatsächlich so dick sind wie berechnet.Bartsch jagt betrügerische Tiefbauunternehmer nicht nur mit Bodenradar. Bad Homburg hat sich au
ärbecken tatsächlich aus Beton oder nur aus billigem Kies bestehen. Auf
Deponien will man ergründen, ob Erdmassen zum Abdecken des Mülls tatsächlich soDer Spiegel
Der Bürgermeister von Boscoreale ist in den Hungerstreik getreten. Der Druck auf allen Seiten ist groß, denn die vorhandenen Deponien werden voraussichtlich im Lauf des kommenden Jahres am Ende ihrer Kapazität angelangt sein. Politisches Kompetenzgerangel ist ein Grund für das Müllchaos, und es gilt auch als sicher, dass d
eik getreten. Der Druck auf allen Seiten ist groß, denn die vorhandenen
Deponien werden voraussichtlich im Lauf des kommenden Jahres am Ende ihrer KapaSüddeutsche Zeitung
r für Sondermüll. Dies wiederum war der Trafigura zu teuer, die lieber in Abidjan ein lokales Müllunternehmen mit der Entsorgung beauftragte - das den Giftmüll flächendeckend auf verschiedene Deponien der Stadt verteilte. (mit epd)
tsorgung beauftragte - das den Giftmüll flächendeckend auf verschiedene
Deponien der Stadt verteilte. (mit epd) taz
er, die mit einem Clan zusammenarbeiteten, seien die günstigsten, zumal der Mülltransport immer schon inbegriffen sei. Das gehe schon seit Jahrzehnten so: Die Entsorgungs-Anbieter füllten die Deponien Kampaniens zu Dumpingpreisen mit Müll. Jetzt sind die Deponien voll oder geschlossen, eine seit Jahren geplante Verbrennungsanlage ist nicht fertig. Das liegt weniger an der Camorra als am V
as gehe schon seit Jahrzehnten so: Die Entsorgungs-Anbieter füllten die
Deponien Kampaniens zu Dumpingpreisen mit Müll. Jetzt sind die Deponien voll odFrankfurter Allgemeine Zeitung
n, zumal der Mülltransport immer schon inbegriffen sei. Das gehe schon seit Jahrzehnten so: Die Entsorgungs-Anbieter füllten die Deponien Kampaniens zu Dumpingpreisen mit Müll. Jetzt sind die Deponien voll oder geschlossen, eine seit Jahren geplante Verbrennungsanlage ist nicht fertig. Das liegt weniger an der Camorra als am Versagen der italienischen Politik, wobei diese sich nicht ganz
lten die Deponien Kampaniens zu Dumpingpreisen mit Müll. Jetzt sind die
Deponien voll oder geschlossen, eine seit Jahren geplante Verbrennungsanlage isFrankfurter Allgemeine Zeitung
präsentierte. Da verzichtete dieser oft hemmungslose Populist darauf, den Menschen das Blaue vom Himmel herab zu versprechen. Stattdessen verkündigte er "schmerzhafte Entscheidungen". Er will Deponien , Verbrennungsanlagen und Mülltrennung auch gegen den Willen von Bürgern, Regionalpolitikern und Camorra durchsetzen, notfalls mit Soldaten und Staatskommissaren. Zugleich widerstand er der V
chen. Stattdessen verkündigte er "schmerzhafte Entscheidungen". Er will
Deponien, Verbrennungsanlagen und Mülltrennung auch gegen den Willen von BürgerSüddeutsche Zeitung
irmen Angebote gemacht, ihren Sondermüll billig zu entsorgen. Der landete dann aber in Höhlen oder auf freiem Feld. Aber auch mit dem normalen Hausmüll macht sie Geschäfte. Wenn wie jetzt die Deponien voll sind und derzeit nur eine, bei Salerno, in Betrieb ist, dann kann die Camorra all ihre Macht ausspielen. Dann kann sie auf dem Höhepunkt der Krise alternative Deponien anbieten oder Mül
auch mit dem normalen Hausmüll macht sie Geschäfte. Wenn wie jetzt die
Deponien voll sind und derzeit nur eine, bei Salerno, in Betrieb ist, dann kannDie Welt
Wenn wie jetzt die Deponien voll sind und derzeit nur eine, bei Salerno, in Betrieb ist, dann kann die Camorra all ihre Macht ausspielen. Dann kann sie auf dem Höhepunkt der Krise alternative Deponien anbieten oder Müll verschwinden lassen. Die Camorra will keine Müllverbrennungsanlage: Deponien garantieren, dass sie irgendwann voll werden und das man neue braucht. Die Camorra will den Da
Macht ausspielen. Dann kann sie auf dem Höhepunkt der Krise alternative
Deponien anbieten oder Müll verschwinden lassen. Die Camorra will keine MüllverDie Welt
, das Volk . Seit 14 Jahren herrscht Müllnotstand in Neapel. Längst glaubt niemand mehr, dass der Staat die Krise löst. Deshalb kämpft jede Gemeinde für sich - und gegen dringend nötige neue Deponien oder Verbrennungsanlagen Der graue Fiat hat das Kennzeichen "NA Y36295", doch fahrbereit ist er nicht gerade. Mit den Rädern nach oben liegt er an diesem Morgen auf der Via Cupa del Cane und
Deshalb kämpft jede Gemeinde für sich - und gegen dringend nötige neue
Deponien oder Verbrennungsanlagen Der graue Fiat hat das Kennzeichen "NA Y36295Die Welt
ein vitales Interesse daran, dass der Müllnotstand weitergeht: Immer, wenn die Situation gänzlich unerträglich wird, biete sie sich als Problemlöser an und entsorge den Müll auf ungenehmigten Deponien - gegen Bargeld, versteht sich. Wenn man auf der Via Cupa del Cane nach Verantwortlichen fragt, hört man meist das gleiche: "Camorra", "Politiker", gerne auch "Verwaltung". Diese immerfort g
te sie sich als Problemlöser an und entsorge den Müll auf ungenehmigten
Deponien - gegen Bargeld, versteht sich. Wenn man auf der Via Cupa del Cane nacDie Welt
Nahrungsweg zum Menschen.Was bei Boehringer, von 1951 bis 1974, an Müll so anfiel, liegt gleichfalls im Lande: Tausende Tonnen von Firmenabfällen unterschiedlicher Zusammensetzung sind in den Deponien Hoheneggelsen (Niedersachsen), Gerolsheim (Rheinland-Pfalz) und womöglich auch noch anderswo abgekippt worden - darunter Dioxin kiloweise, das Vielfache des gesuchten Seveso-Giftes, das verg
Tonnen von Firmenabfällen unterschiedlicher Zusammensetzung sind in den
Deponien Hoheneggelsen (Niedersachsen), Gerolsheim (Rheinland-Pfalz) und womöglDer Spiegel
iteter Sondermüll in den Handel geraten sei. Andere Sonderabfälle wurden nach Angaben des Sprechers der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Rainer Schilling, in Kiesgruben oder dafür ungeeigneten Deponien abgeladen. Die beschuldigten Entsorgungsfirmen hätten also zum einen die Entsorgungskosten und Abgaben gespart, zum anderen zusätzlichen Gewinn durch den betrügerischen Weiterverkauf als Wer
tsanwaltschaft, Rainer Schilling, in Kiesgruben oder dafür ungeeigneten
Deponien abgeladen. Die beschuldigten Entsorgungsfirmen hätten also zum einen dDie Welt
de für ganz Italien." Neapel hat wegen Missmanagement, Korruption und der Verwicklungen der Mafia ein notorisches Müllproblem. Die Situation eskalierte, nachdem zur Weihnachtszeit nahezu alle Deponien im Großraum Neapel für voll erklärt wurden. Mittlerweile türmen sich rund 140.000 Tonnen verrottenden Mülls in den Straßen der drittgrößten italienischen Stadt. Neben Sardinien haben nun auc
oblem. Die Situation eskalierte, nachdem zur Weihnachtszeit nahezu alle
Deponien im Großraum Neapel für voll erklärt wurden. Mittlerweile türmen sich rSüddeutsche Zeitung
äten muss sich inzwischen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) unangenehme Fragen von der Europäischen Kommission gefallen lassen. Die Brüsseler Beamten wollen wissen, wie die fraglichen Deponien in Deutschland überwacht werden und wie die illegale Müllbeseitigung zukünftig verhindert werden soll.In Brandenburg laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, im Magdeburger Landtag beschäftig
efallen lassen. Die Brüsseler Beamten wollen wissen, wie die fraglichen
Deponien in Deutschland überwacht werden und wie die illegale Müllbeseitigung zDer Spiegel
brannt . Toxikologen warnen vor Giftstoffen - Abfall-Importe aus Italien haben sich verfünffacht. Der Müll-Notstand in Neapel ist für deutsche Müllfirmen ein einträgliches Geschäft. Weil die Deponien rund um die italienische Großstadt überfüllt sind und die dortige Müllabfuhr wochenlang nichts mehr abgeholt hat, fahren Züge mit Hausmüll aus Neapel nach Deutschland. Zwei Anlagen in Sachse
Neapel ist für deutsche Müllfirmen ein einträgliches Geschäft. Weil die
Deponien rund um die italienische Großstadt überfüllt sind und die dortige MüllDie Welt
emer Umweltsenators Reinhard Loske (Grüne). Rund um Neapel wird der Bau neuer Müllanlagen von besorgten Bürgern, Umweltschützern und der Mafia verhindert. Die Mafia hat mit eigenen, illegalen Deponien Geld verdient. Für deutsche Entsorger sind Müllimporte ein bedeutender Erwerbszweig. Laut Umweltbundesamt wurden 2006 etwa 18 Mio. Tonnen einschließlich Sondermüll vor allem aus EU-Staaten e
chützern und der Mafia verhindert. Die Mafia hat mit eigenen, illegalen
Deponien Geld verdient. Für deutsche Entsorger sind Müllimporte ein bedeutenderDie Welt
n in der Nacht mit Steinen und Feuerwerkskörpern und blockierten die Zufahrt zu der Anlage bei Terzigno. Ein Mann wurde festgenommen. Die Proteste richten sich gegen bestehende oder geplante Deponien , in der Anwohner eine Gefahr für die Gesundheit sehen. Neapel leidet seit Jahren unter ungelösten Problemen bei der Müllabfuhr. Auf den Straßen liegt tonnenweise stinkender Abfall, auch weil
festgenommen. Die Proteste richten sich gegen bestehende oder geplante
Deponien, in der Anwohner eine Gefahr für die Gesundheit sehen. Neapel leidet sDer Spiegel
uf zum Premier in Rom. Seit anderthalb Jahrzehnten schindet der Müllnotstand Neapel und die umliegende Region Kampanien. Ein, zwei Mal im Jahr quillt der Abfall über auf die Straßen, weil die Deponien überfüllt sind. Acht Sonderkommissare hat Rom entsandt, am Mittwoch kam der neunte, ein früherer Polizeichef, dem ein Armeegeneral sekundieren soll. Milliarden Euro sind aus der Hauptstadt u
Ein, zwei Mal im Jahr quillt der Abfall über auf die Straßen, weil die
Deponien überfüllt sind. Acht Sonderkommissare hat Rom entsandt, am Mittwoch kaSüddeutsche Zeitung
utsche Umweltrecht aber vor allem zur Abwehr eines Gefahrenpotentials, das in den Gesetzestexten nicht einmal vorkommt: Chemiedreck aus Jahrzehnten, amtlich "Altlast" genannt. Auf ungezählten Deponien liegen - überall ist Seveso - Millionen Tonnen hochgiftiger Stoffe, von denen schon wenige Gramm, freigesetzt, genügen würden, ganze Landstriche unbewohnbar zu machen.Es ist der angehäufte A
Chemiedreck aus Jahrzehnten, amtlich "Altlast" genannt. Auf ungezählten
Deponien liegen - überall ist Seveso - Millionen Tonnen hochgiftiger Stoffe, voDer Spiegel
en, weil selbst die Chemieprofis daran scheiterten, das Gebäude zu entgiften.Daß die chemisch als "2. 3. 7. 8. - Tetrachlordibenzo-para-dioxin" beschriebene Substanz in mehreren westdeutschen Deponien lagert, in rostenden Fässern, und zusammen mit anderen Giften wie Phenolen, Cyaniden und Toluol, macht für Umweltfachleute den Kern der Besorgnis wegen der ''Altlast'' aus - ein "Problem von
lordibenzo-para-dioxin" beschriebene Substanz in mehreren westdeutschen
Deponien lagert, in rostenden Fässern, und zusammen mit anderen Giften wie PhenDer Spiegel
Hamburg.Nur Boehringer wendet heute noch ein Verfahren an, bei dem Dioxin, als Verunreinigung, entsteht. Jahrelang stapelte die Firma den Dreck auf dem Firmengelände, ließ Tausende Fässer auf Deponien ins niedersächsische Hoheneggelsen und nach Gerolsheim karren - wohin sonst noch, ist unbekannt, das Unternehmen weiß es angeblich selber nicht mehr so genau.Es ist nur eine Frage der Zeit,
lte die Firma den Dreck auf dem Firmengelände, ließ Tausende Fässer auf
Deponien ins niedersächsische Hoheneggelsen und nach Gerolsheim karren - wohin Der Spiegel
, wo später die Dioxin-Fässer landeten.Auch ohne solche "Fenster" im Ton sind Giftmüllkippen keineswegs so sicher, wie Politiker sie gerne hätten - weder die mittlerweile 45 000 geschlossenen Deponien noch die 33 Sondermüllplätze, die derzeit in der Bundesrepublik beschickt werden dürfen. Zwar werden Lager heute auf möglichst wasserundurchlässigem Untergrund angelegt und mit Ton oder Foli
olitiker sie gerne hätten - weder die mittlerweile 45 000 geschlossenen
Deponien noch die 33 Sondermüllplätze, die derzeit in der Bundesrepublik beschiDer Spiegel
e nach der Plaumann-Ära noch üblich. Nur etwa die Hälfte der anfallenden Gifte, so ermittelten Müllexperten des Kommunalverbandes Ruhr (KVR) für ihren Bereich, wird auf behördlich genehmigten Deponien abgeladen. "Der Rest", sagt KVR-Geschäftsführer Udo Thiemann, "bleibt auf Werksgeländen, wird ins Wasser oder sonstwohin gekippt."Häufig ist es nur dem Zufall zuzuschreiben, daß der Umweltfr
verbandes Ruhr (KVR) für ihren Bereich, wird auf behördlich genehmigten
Deponien abgeladen. "Der Rest", sagt KVR-Geschäftsführer Udo Thiemann, "bleibt Der Spiegel
rden womöglich noch mehr, wenn der Giftmüll auf _(Mißbildungen an Kindern, deren Eltern ) _(mit dem in Vietnam versprühten ) _(Chemiegift "Agent Orange" in Berührung ) _(kamen. )immer weniger Deponien konzentriert wird und die Transporteure deshalb immer weitere Wege zurücklegen müssen.Was auf einer der zumeist privatwirtschaftlich organisierten Deponien gelandet ist, läßt sich später kau
en ) _(Chemiegift "Agent Orange" in Berührung ) _(kamen. )immer weniger
Deponien konzentriert wird und die Transporteure deshalb immer weitere Wege zurDer Spiegel
Berührung ) _(kamen. )immer weniger Deponien konzentriert wird und die Transporteure deshalb immer weitere Wege zurücklegen müssen.Was auf einer der zumeist privatwirtschaftlich organisierten Deponien gelandet ist, läßt sich später kaum noch präzise feststellen. Denn amtlich kontrolliert wird hauptsächlich nach Aktenlage und Augenschein und nur selten anhand von Stichproben nach dem Inhal
gen müssen.Was auf einer der zumeist privatwirtschaftlich organisierten
Deponien gelandet ist, läßt sich später kaum noch präzise feststellen. Denn amtDer Spiegel
ächlich in der Ladung steckt, bleibt Vertrauenssache."Alles, was man sich denken kann aus der ganzen chemischen Welt", transportierte etwa ein Müllfahrer aus den Niederlanden auf westdeutsche Deponien . Verborgen unter Schlämmen aus Kraftwerken karrte er "den ganzen Dreck", der in Holland Zündstoff für einen nationalen Umweltskandal abgab, in die Bundesrepbulik. Mal wurde das Gift, im nied
ransportierte etwa ein Müllfahrer aus den Niederlanden auf westdeutsche
Deponien. Verborgen unter Schlämmen aus Kraftwerken karrte er "den ganzen DreckDer Spiegel
eral Franco Giannini. Mit "operativen und logistischen Verantwortlichkeiten" ausgestattet, soll er die Arbeit des Heeres koordinieren: das Wegräumen des Unrats ebenso wie den Schutz der neuen Deponien . Die Behörden blieben schlicht untätig Die Militärpräsenz soll auch die Camorra, die neapolitanische Mafia, in Schach halten. Sie sieht in der illegalen Müllentsorgung einen ihrer größten Ge
koordinieren: das Wegräumen des Unrats ebenso wie den Schutz der neuen
Deponien. Die Behörden blieben schlicht untätig Die Militärpräsenz soll auch diDie Welt
die neapolitanische Mafia, in Schach halten. Sie sieht in der illegalen Müllentsorgung einen ihrer größten Geschäftszweige, ihr lastete die Politik in der Vergangenheit die Verhinderung neuer Deponien und Entsorgungsanlagen an. Neben vier Neueröffnungen, die schon ein Gesetzesdekret aus dem vergangenen Jahr beinhaltete, sollte "eine Reihe" von derzeit stillgelegten Deponien wieder in Betr
ge, ihr lastete die Politik in der Vergangenheit die Verhinderung neuer
Deponien und Entsorgungsanlagen an. Neben vier Neueröffnungen, die schon ein GeDie Welt
hinderung neuer Deponien und Entsorgungsanlagen an. Neben vier Neueröffnungen, die schon ein Gesetzesdekret aus dem vergangenen Jahr beinhaltete, sollte "eine Reihe" von derzeit stillgelegten Deponien wieder in Betrieb genommen werden, darunter die in Pianura. Zudem versprach Premierminister Prodi, noch im laufenden Jahr werde in Acerra eine moderne Abfallverbrennungsanlage für die Region
angenen Jahr beinhaltete, sollte "eine Reihe" von derzeit stillgelegten
Deponien wieder in Betrieb genommen werden, darunter die in Pianura. Zudem versDie Welt
wenigstens ebenso alt wie die Müllkrise in Neapel, die seit mittlerweile über 14 Jahren auf der Stadt lastet.Aber die Regierung zieht mit dem Militäreinsatz und den konkreten Plänen für neue Deponien und Verbrennungsanlagen eine Reißleine, um den dramatischen Absturz von Italiens internationaler Glaubwürdigkeit zu bremsen, den Prodi zuletzt beklagt hatte. "Gute Absichten reichen nicht me
egierung zieht mit dem Militäreinsatz und den konkreten Plänen für neue
Deponien und Verbrennungsanlagen eine Reißleine, um den dramatischen Absturz voDie Welt
t mit der Müllentsorgung ist nach Ansicht von Experten nach dem Drogenschmuggel die wichtigste Einnahmequelle der Camorra, die öffentliche Gebühren für die Entsorgung unterbietet und illegale Deponien betreibt. Seit 1994 herrscht in Kampanien daher ein "Dauer-Müllnotstand". Der Staat gab bereits mehr als eine Milliarde Euro aus und ernannte acht Kommissare in Folge, um die Krise zu beizul
a, die öffentliche Gebühren für die Entsorgung unterbietet und illegale
Deponien betreibt. Seit 1994 herrscht in Kampanien daher ein "Dauer-MüllnotstanDer Spiegel
gesammelt - in der Gegend um Treviso in Norditalien sind es bis zu 90 Prozent. Dennoch wehren sich die Bürger in und um Neapel besonders heftig gegen den Bau von Müllverbrennungsanlagen oder Deponien . Lieber lassen sie den Unrat für viel Geld exportieren, nach Sizilien, Deutschland oder gar China. Doch wie zu sehen und zu riechen ist, reicht das längst nicht aus. Die Misere nährt neben d
Neapel besonders heftig gegen den Bau von Müllverbrennungsanlagen oder
Deponien. Lieber lassen sie den Unrat für viel Geld exportieren, nach Sizilien,Süddeutsche Zeitung
n sein dürfte: Müll-Entsorger haben jahrelang unter den Augen der Umweltbehörden Tausende von Tonnen hochgiftiger Industrie-Abfälle illegal auf westdeutschen Hausmüllplätzen. Schutthalden und Deponien abgekippt.Erst als Journalisten Ausmaß und mögliche Folgen einer Umweltverschmutzung enthüllt und die Sorglosigkeit der Behörden dargetan hatten (SPIEGEL 40/ 1973 und 20 /1974), wurde die Af
rie-Abfälle illegal auf westdeutschen Hausmüllplätzen. Schutthalden und
Deponien abgekippt.Erst als Journalisten Ausmaß und mögliche Folgen einer UmwelDer Spiegel
rig abgelagerte cyanidhaltige Abfälle" verursachten Schäden zu ermitteln hatte.Das Ergebnis -- bei Meyer, Krollmann und Brünner seit Sommer unter Verschluß -- bestätigt. daß auf westdeutschen Deponien hochgradig cyanidverseuchtes Wasser aus Mülldeponien austritt. das unter ungünstigen Umständen jederzeit das Grundwasser -- wenn nicht gar das Trinkwasser -- vergiften kann. Die vom SPIEGEL
Brünner seit Sommer unter Verschluß -- bestätigt. daß auf westdeutschen
Deponien hochgradig cyanidverseuchtes Wasser aus Mülldeponien austritt. das untDer Spiegel
vergruben die Cyani -- de jedoch billig unter Müll und Bauschutt.Ob und wie stark die Blausäuresalze, meist eingeschlossen in flott rostende Fässer, derzeit schon das Grundwasser rund um die Deponien vergiftet haben -- darüber sind sich auch die Experten nicht einig. Ein Teilnehmer über die streng vertraulichen Cyanid-Kolloquien: "Das war kein schönes Schauspiel, was sich da abgespielt h
sen in flott rostende Fässer, derzeit schon das Grundwasser rund um die
Deponien vergiftet haben -- darüber sind sich auch die Experten nicht einig. EiDer Spiegel
al still und schnell aus der Welt zu schaffen und "aufgebauschte Presseberichte" mit "seriösen Meß-Ergebnissen" (Meyer) zurechtzurücken, sollten die Fachleute die sieben am meisten verrufenen Deponien gemeinsam überprüfen.Doch die Tabellen der Problemmüll-Kommission über Giftstoffe und Gewässerqualität waren teils kaum geeignet, den Auftraggebern ein klares Bild von der tatsächlichen Cyan
zurechtzurücken, sollten die Fachleute die sieben am meisten verrufenen
Deponien gemeinsam überprüfen.Doch die Tabellen der Problemmüll-Kommission überDer Spiegel
rüfen.Doch die Tabellen der Problemmüll-Kommission über Giftstoffe und Gewässerqualität waren teils kaum geeignet, den Auftraggebern ein klares Bild von der tatsächlichen Cyanid-Belastung der Deponien zu vermitteln. Für Sprendlingen etwa differierten die Laborwerte zwischen 0,025 (Karlsruhe) und 0,178 (Wiesbaden), für Malsch gar zwischen 0,003 (Mainz) und 8,0 (Wiesbaden) Milligramm pro Li
uftraggebern ein klares Bild von der tatsächlichen Cyanid-Belastung der
Deponien zu vermitteln. Für Sprendlingen etwa differierten die Laborwerte zwiscDer Spiegel
eapel schließlich noch einen besonderen Beigeschmack: Das organisierte Verbrechen verdiente während der vergangenen Jahrzehnte Milliardensummen daran, Sondermüll aus Norditalien auf illegalen Deponien zu vergraben oder auf legale Deponien der Region zu schmuggeln. Auch das Transportgewerbe gilt als von der Camorra beherrscht. Deshalb stehen immer wieder Demonstranten im Verdacht, dass sie
zehnte Milliardensummen daran, Sondermüll aus Norditalien auf illegalen
Deponien zu vergraben oder auf legale Deponien der Region zu schmuggeln. Auch dFrankfurter Allgemeine Zeitung
n Beigeschmack: Das organisierte Verbrechen verdiente während der vergangenen Jahrzehnte Milliardensummen daran, Sondermüll aus Norditalien auf illegalen Deponien zu vergraben oder auf legale Deponien der Region zu schmuggeln. Auch das Transportgewerbe gilt als von der Camorra beherrscht. Deshalb stehen immer wieder Demonstranten im Verdacht, dass sie vor allem eine Dauerlösung verhindern
üll aus Norditalien auf illegalen Deponien zu vergraben oder auf legale
Deponien der Region zu schmuggeln. Auch das Transportgewerbe gilt als von der CFrankfurter Allgemeine Zeitung
nd Verbrennungsanlagen nicht ausreichend einsetzbar sind. Anfang der Woche verabschiedete die Regierung in Rom ein Dekret, das die Kooperation der Regionen möglich machen soll. Längst stehen Deponien in anderen Gegenden bereit. Aber in letzter Minute verhinderte die Lega Nord über den Rechtsweg das Inkrafttreten des Dekrets. Der Vorsitzende der Konferenz der Regionen, Vasco Errani, bestä
et, das die Kooperation der Regionen möglich machen soll. Längst stehen
Deponien in anderen Gegenden bereit. Aber in letzter Minute verhinderte die LegFrankfurter Allgemeine Zeitung
nde Mai hatte der Regierungschef gesagt, die Napolitaner würden ihre Wahl schon bald bedauern. Am Freitag versprach Umweltministerin Prestigiacomo dem Bürgermeister den Transport von Müll auf Deponien andernorts.
ltministerin Prestigiacomo dem Bürgermeister den Transport von Müll auf
Deponien andernorts. Frankfurter Allgemeine Zeitung
ache di Napoli. Warum schafft die Müllabfuhr die Abfälle nicht von der Straße? "Sie wissen nicht wohin damit", sagt ein älterer Herr am Zeitungskiosk an der Piazza Titanic. Warum nicht in die Deponien ? "Viele wurden aus hygienischen Gründen geschlossen", schreiben die Zeitungen. Warum hat niemand ein Einsehen, dass der Müll aber irgendwohin gebracht werden muss? "Unserer Ansicht ist das h
älterer Herr am Zeitungskiosk an der Piazza Titanic. Warum nicht in die
Deponien? "Viele wurden aus hygienischen Gründen geschlossen", schreiben die ZeSüddeutsche Zeitung
e seit Wochen gegen die Deponie kämpft und auch heute auf den verwüsteten Straßen der Nachbargemeinde umherstreift. Warum hat niemand ein Einsehen, dass in einem ersten Schritt die Abfälle in Deponien gelagert werden müssen, um sie dann zu verbrennen? "Wir im Norden Neapels haben genug gegeben. Die Deponie wäre ein krimineller Akt. Die Vernunft ist auf unserer Seite", sagt Maranos Bürgerm
m hat niemand ein Einsehen, dass in einem ersten Schritt die Abfälle in
Deponien gelagert werden müssen, um sie dann zu verbrennen? "Wir im Norden NeapSüddeutsche Zeitung
ineller Akt. Die Vernunft ist auf unserer Seite", sagt Maranos Bürgermeister Salvatore Perrotta. Wer sind die Verantwortlichen für die unerträgliche Situation? "Die Camorra, die mit illegalen Deponien verdient und der Regionspräsident Bassolino sind Schuld", sagt Infantocci. "Die fünf bisher nominierten Sonderkommissare haben nichts geschafft", klagt Journalist Papa an. Wo ist der Staat i
lichen für die unerträgliche Situation? "Die Camorra, die mit illegalen
Deponien verdient und der Regionspräsident Bassolino sind Schuld", sagt InfantoSüddeutsche Zeitung
rnsten Entsorgungsanlagen, und hier gelten die strengsten Umweltschutzauflagen." In Neapel gibt es nicht genug Kapazitäten für den Müll, Anwohner und Mafia-Interessen verhindern den Bau neuer Deponien . Die Abfälle, die auf dem Seeweg nach Deutschland transportiert werden sollen, werden zu 100 Prozent verbrannt. Der BDE rechnet damit, dass die Aktion vier bis sechs Monate dauern wird. Eine
en für den Müll, Anwohner und Mafia-Interessen verhindern den Bau neuer
Deponien. Die Abfälle, die auf dem Seeweg nach Deutschland transportiert werdenDie Welt

Notes:
1 Where to start a query
2Smart Searcht breaks the user's input into individual words and then matches those words in any position and in any order in the table (rather than simple doing a simple string compare)
3Regular Expressions can be used to initialize advanced searches. In the regular expression search you can enter regular expression with various wildcards such as:

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